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Mogelpackung frischer Fisch: Verbraucher-Betrug: Anstelle von frischem Fisch wird aufgetaute Tiefkühlware überteuert verkauft

Das SWR-Magazin "Marktcheck" hat frischen Fisch im Supermarkt gekauft. Die Preise waren gesalzen, der Fisch aber alles andere als frisch – er wurde lediglich aufgetaut.

Frischer Fisch ist lecker - aber beim aufgetauten Pseudo-Frischfisch zahlt der Verbraucher drauf. 

Frischer Fisch ist lecker - aber beim aufgetauten Pseudo-Frischfisch zahlt der Verbraucher drauf. 

Eine gigantischen Schummelei mit gutgläubigen Kunden hat das SWR-Magazin "Marktcheck" aufgedeckt. Das Verbrauchermagazin war Fisch einkaufen gegangen – aber nicht beim Fachgeschäft, sondern in Supermärkten und Discountern. Dort gibt es sehr preiswerten tiefgekühlten Fisch – der ist zwar billig, aber nicht so lecker.

Denn Fisch leidet während des Einfrierens. Wenn man den Fisch noch saftig braten will, ergib sich ein großer Unterschied in Geschmack und Konsistenz zu frischem Fisch.

Massiver Preisaufschlag

Den bieten die Märkte auch an – so scheint es jedenfalls. In den Kühltheken liegen abgepackt Schalen mit Pangasius, Zander und Kabeljau. Gekauft wurde bei Aldi, Lidl und Rewe. Das Angebot ist etwas günstiger als frischer Fisch beim Fachgeschäft – aber deutlich teurer als die TK-Ware. Der Alaska-Seelachs kostet aus der Kühltheke fast zwölf Euro und nur vier Euro aus der Gefriertruhe. Der "frische" Kabeljau" sollte 23,41 Euro kosten, der TK-Fisch dagegen 14,90 Euro. 

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Im Labor kam dann die Ernüchterung, Ernährungswissenschaftler Stephan Lück musste über die Abzocke fast lachen. Die Produkte mit dem unterschiedlichen Preisen sind exakt gleich, der Fisch wurde lediglich aufgetaut und in die Schalen gelegt. "Beide sind tiefgefroren angeliefert, in dem Fall hier nach Holland, dieses Produkt wird als TK-Ware weiterverkauft, aber dieses Produkt wird aufgetaut," sagte er in der Sendung. Erkennen können das nur Eingeweihte, klein steht "aufgetaut" irgendwo auf der Verpackung. Beim Alaska-Seelachs werden dafür 200 Prozent aufgeschlagen.

Kunde wird getäuscht

Es fällt schwer, nicht an absichtliche Täuschung zu glauben. Auf einem Kühlregal aus der Sendung steht in fetten Lettern "Frisch" - im unteren Bereich wird ergänzt "täglich geliefert". 

Die Begründungen der Märkte für die Preisaufschläge sind abenteuerlich. Lidl schreibt: "Um den Fisch, der direkt nach dem Fang bereits auf See gefroren wird, zu einem späteren Zeitpunkt aufzutauen, sind schonende technische Methoden notwendig, die die Qualität des Fisches erhalten." Aldi stellt den besseren Service in den Vordergrund. Der Kunde müsse ja nicht mehr selbst auftauen. Tatsächlich hat der Kunde nur Nachteile. Wenn man schon zu Tiefkühlfisch greift, ist es besser ihn selbst unmittelbar vor der Mahlzeit aufzutauen. Beim Pseudo-Frischfisch wurde die Tiefkühlkette schon unterbrochen, danach altert der Fisch in seiner Schale. 

Beim Test schmeckten beide Varianten exakt gleich, eben etwas trocken und weniger aromatisch. "Fangfrischer Fisch ist saftig, hält noch das gesamte Wasser und dieses Wasser ist auch so gebunden, dass es nachher in der Pfanne nicht austreten kann."

Ahnungslose Kunden empört

Also: Von wegen "günstige Discounter" hier wird ein qualitativ minderwertiges Produkt zu Preisen angeboten, die fast an das Preisniveau von fangfrischem Fisch im Fachgeschäft herankommen.

Die Kunden durchschauen den Trick nicht. Befragt erklären sie mit fester Stimme: "Das ist frisch und das andere ist eingefroren. Ist doch klar." Einmal aufgeklärt reagieren die Kunden empört.: "Och, was für eine Schweinerei!" Und "Das ist ja Beschiss!"

Kra
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.