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Gut zu wissen: So wird Reibekäse behandelt, damit er nicht zusammenklebt

Mozzarella, Edamer oder Gouda: Fast jede Käsesorte gibt es mittlerweile gerieben in kleinen Tüten im Supermarkt zu kaufen. Doch warum kleben die einzelnen Stückchen nicht zusammen? Hersteller schwören auf einen einfachen Trick.

Reibekäse: aus der Tüte direkt auf die Pasta

Reibekäse: aus der Tüte direkt auf die Pasta

Wenn's mal schnell gehen muss, ist geriebener Käse aus dem Supermarkt die perfekte Lösung: Packung aufreißen, Käse großzügig auf den Spaghetti verteilen und genießen. Für viele Feinschmecker dürften die Käsestückchen aus dem Supermarkt ein Graus sein, kommen sie doch im Geschmack nicht annähernd an frisch geriebenen Parmesan oder fein gewürfelten Mozzarella ran. Doch sie sind praktisch und sparen mühsames Raspeln.

Wer seinen Käse selbst reibt, dürfte folgendes Problem gut kennen: Binnen weniger Minuten haften die einzelnen Stückchen zusammen und sind kaum voneinander zu lösen. Das ist kein Wunder, denn Käse enthält reichlich Fett und Feuchtigkeit. Diese Inhaltsstoffe wirken wie eine Art Kleber und formen aus feinen Raspeln schnell einen unförmigen Klumpen.

Trennmittel verhindern Zusammenkleben

Bei geriebenem Käse aus Plastiktüten ist das meist nicht der Fall - dafür sorgen Trennmittel, wie die Verbraucherzentrale Bayern erklärt. Damit die Käsestücke auch nach längerer Lagerzeit aus der Tüte rieseln, verwenden die Hersteller Kartoffel- oder Maisstärke. Stärke verhindert das Verkleben und ist auch der Grund, weshalb geriebener Käse sich oft leicht mehlig anfühlt. "Laut Käseverordnung dürfen zu diesem Zweck maximal drei Prozent Mais- oder Kartoffelstärke eingesetzt werden", erklärt Ernährungsexpertin Silke Noll.

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Reibekäse verdirbt schnell

Übrigens: Geriebener Käse besitzt eine große Oberfläche, auf der sich leicht Bakterien und andere Mikroorganismen ansiedeln können. Reibekäse zählt daher zu den besonders empfindlichen Lebensmitteln. Eine geöffnete Fertigpackung sollte daher nie länger als sieben Tage aufgehoben werden. Wichtig ist auch die Temperatureinstellung des Kühlschranks: Sie sollte idealerweise unter sieben Grad Celsius liegen. "Besser ist es, die Tüte sofort zu verbrauchen", heißt es seitens der Verbraucherzentrale.

ikr
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