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"Wir kochen mit der Bazooka!": Tim Mälzer will kostenlos für die Helden der Coronakrise kochen

Der TV-Koch Tim Mälzer und weitere Gastronomen wollen ein Zeichen setzen: Für die Helfer in der Coronakrise, Ärzte, Pfleger, Supermarktmitarbeiter und Feuerwehrleute, wollen sie kostenlos kochen. Die Idee dazu stammt aus Berlin.

Tim Mälzer

Tim Mälzer will in der Coronakrise für medizinisches Personal kochen (Archivbild).

Picture Alliance

Wer ein Restaurant, eine Bar oder ein Café betreibt, für den ist die Coronakrise existenzbedrohend. Denn inzwischen dürfen Gastronomiebetriebe nicht mehr öffnen. Nur noch Lieferangebote sind erlaubt. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten hat sich jetzt Tim Mälzer mit seinem Restaurant "Die Bullerei" zu Wort gemeldet. Und macht all denjenigen, die für die medizinische Sicherheit und den Nachschub an Lebensmitteln sorgen, ein Angebot: "Wir Gastronomen kochen gerade (mit Maximalabstand zueinander und unter Beachtung neurotischer Desinfektionsvorschriften) unsere Kühlhäuser leer und haben dazu noch eine schier unbegrenzte Menge Bolognese am Start. Zusätzlich stellen unsere Großmärkte und Lieferanten uns gratis große Mengen an angestauter Ware zur Verfügung. Wir kochen also mit der Bazooka!", heißt es in einem in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Post. Konkret richtet sich das Angebot an "Menschen in Funktionsberufen, liebe Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Supermarktkassiererinnen und -kassierer, Feuerwehrfrauen und -männer in Hamburg". 

Nicht nur die Bullerei unterstützt diese Initiative, mit dabei sind unter anderem auch das Klippkroog, das Salt&Silver (das zuletzt für Aufsehen sorgte) und das Haebel dabei. "Unsere Speisen würden wir gerne denen anbieten, die gerade nicht Zuhause bleiben können, weil die Gesellschaft sonst vor die Hunde geht. Erste Kooperationen mit Ärztehäusern und Krankenhäusern laufen. Wenn Euch gerade auch die Kantine weggebrochen ist, oder Ihr Euch aufgrund der vielen Schließungen dieser Tage nicht mehr bei der Arbeit versorgen könnt, meldet Euch bitte per Mail an kochenfuerhelden@gmail.com bei uns. Das Ganze kostet Euch übrigens nichts", heißt es weiter.

Projekt #kochenfürhelden

Die Idee hat Mälzer nicht allein gehabt, sondern ist Teil einer größer angelegten Aktion. Der Berliner Gastronom Max Strohe hat #kochenfürhelden ins Leben gerufen. Über die Crowdfundingplattform Startnext können sich User auch mit einer Geldspende an der Aktion beteiligen. Auf die Frage, warum sich das Projekt lohnt, antwortet der Initiator: "Weil der Mangel sich zuspitzt. Weil Helfer Kraft brauchen. Weil wir alle Helfer brauchen."

Mälzer bittet Interessierte, sich zunächst zu melden und nicht einfach in die Restaurants zu kommen. Diese seien eh geschlossen. Außerdem wolle man Menschenansammlungen vermeiden. Und richtet seinen Appell auch an Lieferanten: "Wenn Ihr noch etwas in den Lagern habt, das Ihr nicht verkaufen könnt, und sowieso unterwegs seid, nehmen wir es Euch sehr gern ab!" Und fügt dann noch hinzu: "Und: Wir wollen nichts haben, was ansonsten an die Tafel Deutschland e.V. gehen würde!"

kg