Vegan selbst versucht! Tag 11-12: Vegane Marzipanpizza


Nicht alle veganen Gerichte schmecken auf Anhieb gut: Die vegane Pizza aus Attilas "Vegan for Youth" begeistert Derik und seine Familie wenig - das nächste Mal gibt es wieder echte italienische Pizza.
Von Derik Meinköhn

Heute gab es Attilas Gemüsepizza. Klassische Pizza essen wir recht häufig und das beste Rezept dafür stammt von der "Associazione Verace Pizza Napoletana". Mitglieder der Slow Food Bewegung haben diese Organisation ins Leben gerufen. Sie konnten das allgegenwärtige Fastfood einfach nicht mehr sehen und setzten mit dem Verein für die echte neapolitanische Pizza ein Zeichen gegen all die Pizzapfuscher, die runde Teigscheiben mit roter Pampe und Analogkäse als italienische Spezialität verkaufen.

Der Trick bei Pizza ist die lange Gehzeit des Teiges und die Qualität der Zutaten. Dass sie zu Hause trotzdem nicht so schmeckt wie in Neapel, liegt daran, dass unser Ofen mit Strom geheizt wird und nicht mit Holz. Und daran, dass unser Ofen nicht 450 Grad heiß werden kann. Uns fehlt buchstäblich das italienische Feuer. Für Attilas Rezept nimmt man auch beste Zutaten und lässt den Teig acht Stunden gehen - eine gute Basis. Nur das klassische Weizenmehl wird durch Dinkelmehl ersetzt und der Mozzarella mit Mandelmus, Zitrone, Salz und Wasser nachgebaut.

"Nie wieder Marzipanpizza"

Die Vegan-for-Youth-Pizza schmeckt gar nicht schlecht. Der Teig ist knusprig und der Rand weich, ziemlich perfekt. Die Sauce schmeckt auch ganz gut. Aber der nachgebaute Mozzarella geht gar nicht. Meine Familie nennt Attilas Pizza Marzipanpizza - damit war das Thema erledigt. Ein zweites Mal würden wir sie nicht machen. Als nächstes möchte ich eine Pizza Marinara backen. Traditionell wurde sie von den neapolitanischen Fischern aufs Boot mitgenommen. Sie war nur belegt mit Tomate, Knoblauch, Olivenöl und Oregano. Nicht ganz Vegan for Youth, aber wenn ich einen Acai-Weizengras-Shake dazu trinke…

Das Schöne an den Unmengen von Gemüse und dem vollen Vorratsschrank ist: Wenn ich keine Lust habe, nach Kochbuch zu kochen, findet sich immer etwas zum Ausprobieren. Hier die Gemüsereste der Pizza als Tomaten-Rote-Beete-Sugo mit einem Rote-Beete-Mango-Carpaccio. Dazu gab es Reisnudeln. Nach dem letzten Reinfall habe ich eine andere Marke ausprobiert - mit "al dente" war das aber wieder nichts. Den besten Biss hatten bisher Dinkelnudeln.


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