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Stern Logo Vegan selbst versucht! - 60 Tage "Vegan for Youth"

Vegan selbst versucht!: Tag 53-54: Mein Gemüse wächst an der Autobahn

Vegan kochen heißt auch, Neues auszuprobieren. Derik entdeckt Süßlupinen und kocht eine Gemüsepfanne mit Emmer - eine alte Getreidesorte.

Von Derik Meinköhn

Ich habe heute etwas Neues entdeckt: Lupine. Jeder von uns kennt sie. Das sind nämlich die großen Pflanzen mit den lila Blüten, die an jeder Autobahn wachsen. Nur die an der Autobahn kann man nicht essen, die sind nämlich giftig. Die Giftstoffe hat man rausgezüchtet und die Art, die wir essen können, nennt sich Süßlupine.

Lupine sind extrem eiweißreich und man kann daraus Seitan-ähnliche Stücke herstellen, sie sind auch ein guter Ersatz für Tofu. Ich habe mir zwei Lupinen-Steaks gekauft und gebraten. Die fand ich geschmacklich und von der Konsistenz schon mal viel besser als Seitan, und mit Lupinen werde ich bestimmt noch mehr experimentieren. In dem Gericht, was ich heute gekocht habe, waren Lupine eigentlich nicht vorgesehen, ich war aber viel zu neugierig und habe sie einfach oben drauf gepackt.

Getreidepfanne mit Lupinen

Gekocht habe ich eine Getreidepfanne aus Emmer, einer sehr alten Getreideart, auch Zweikorn genannt, lila Karotten, Paprika, Shitake und Kichererbsen-Polenta. Das ganze wurde mediterran gewürzt, mit viel Knoblauch, Zwiebel und etwas geröstetem Tomatenmark. Ich fand es lecker, meine Familie nicht wirklich, die stehen nicht so auf Körner.

Für die Pfanne habe ich kein Rezept, sie entsteht auch jedes Mal anders. Je nachdem, welches Gemüse ich gerade bekomme. Die Gewürze passe ich immer etwas an. Mal mexikanisch, mediterran, puristisch oder als Curry. Es gibt unzählige Möglichkeiten. Die kleinen Würfel oben auf der Pfanne sind aus Kichererbsen-Mehl. Manche nennen das auch Kichererbsen-Tofu, aber Tofu wird fermentiert: Ich würde es eher Polenta nennen.

Haben Sie Appetit bekommen? Auf der nächsten Seite finden Sie das Rezept

Kirchererbsen-Polenta

  • 2 Tassen Kicherebsenmehl
  • 2 Teelöffeln Salz
  • 1 Messerspitze Kurkuma
  • 6 Tassen Wasser

Zubereitung

4 Tassen Wasser zum kochen bringen

Mehl, Salz und Kurkuma vermischen und mit 2 Tassen Wasser zu einem glatten Teig schlagen.

Wenn das Wasser kocht, die Teigmasse hineingeben und das ganze 5 Minuten kochen, bis es dick ist und die Oberfläche glänzend.

In eine mit Backpapier ausgekleidete oder geölte rechteckige Form geben und kalt werden lassen. Wenn die Masse kalt ist, kann man sie schneiden. Man kann das kalt essen oder auch in Würfel oder Streifen schneiden und knusprig braten. Der Geschmack ist recht neutral, mit verschiedenen Gewürzen zu experimentieren lohnt sich bestimmt.

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