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Bier im Blindtest: Schmeckt wirklich jedes Pils gleich? Dieses Experiment verrät's

Viele Biertrinker schwören darauf, dass sie ihre Lieblingssorte auch blind erkennen würden. Doch schmeckt man wirklich Unterschiede? Der WDR hat ein großes Experiment gestartet.

Unter Biertrinkern gibt es zwei große Lager: Die einen finden, es schmecken sowieso alle Sorten gleich - und sie kaufen einfach das Bier, das gerade im Getränkemarkt im Angebot ist. Die anderen wiederum schwören, dass sie ihre Lieblingssorte auch blind unter Dutzenden Bieren herausschmecken würden. Die WDR-Wissenssendung "Quarks & Co" wollte es genauer wissen und machte den großen Test: Schmeckt man wirklich einen Unterschied zwischen verschiedenen Sorten?

Drei Sorten Bier im Blindtest

Für das Experiment beschränkten sich die Tester auf Biere nach Pilsner Brauart, denn Pils macht etwa die Hälfte des deutschen Konsums aus. Insgesamt nahmen 60 Probanden im Alter zwischen 18 und 65 Jahren an dem Versuch teil, 30 Männer und 30 Frauen, alle regelmäßige Biertrinker. Diese bekamen pro Versuchsreihe drei Biere vorgesetzt: Zwei waren identisch, das dritte jedoch eine andere Sorte. Verkostet wurden die bekannten Fernsehbiere Veltins, Radeberger und Bitburger.

Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, wurde nichts dem Zufall überlassen: Die Trinktemperatur betrug bei jedem Bier 8 Grad, der Versuchsraum war nur mit Rotlicht erleuchtet, damit die Farbe des Bieres keinen Einfluss auf die Entscheidung hat.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Menschen (54 Prozent) lag falsch.  Das ist insofern bemerkenswert, weil allein statistisch nur durch Erraten ein Drittel richtige Antworten zu erwarten gewesen wären. Daniel Mörlein, der wissenschaftliche Leiter des Experiments, fasst das Ergebnis zusammen: "80 Prozent der Pilstrinker können zwischen diesen Bieren vermutlich geschmacklich nicht unterscheiden."

"Die Unterschiede sind minimal"

Anschließend wurde ein ähnliches Experiment mit zwölf sensorisch geschulten Profis wiederholt. Diese konnten zwar unterschiedliche Sorten erkennen, doch eine Testerin gab zu: "Die Unterschiede sind minimal." Insgesamt wurden die Geschmäcker der jeweiligen Sorten in 33 Kategorien bewertet. Am Ende zeigte sich: "Die Produkte sind sich sehr ähnlich", so Mörlein. "Die größten Unterschiede treten im Nachgeschmack auf, also nachdem das Bier heruntergeschluckt wird." Das war zu erwarten, denn viele Biere großer Brauereien sind auf einen Massengeschmack genormt.

Und wie sieht es mit Radler/Alster-Bier aus? Die stern-Redaktion hat sechs Sorten im Blindtest verglichen. Mit erschreckendem Ergebnis.

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der WDR-Mediathek

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.