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Bier gewinnt: So trinkt man Bier, ohne einen Kater zu bekommen

Trinken ohne Brummschädel: Der Chef einer Brauerei hat einen ganz speziellen Trick verraten, wie er den ganzen Tag Bier trinken kann, ohne am nächsten Tag einen Kater zu haben. Wir sagen, wie's geht.

Liebe Bierblog-Leser, lasst uns heute über die Wirkung des Alkohols sprechen. Nein, nicht über den Rausch der kühlen Biere und die lockere Stimmung am Abend. Sondern über den Kater am Morgen danach, wenn man sich nach einer durchzechten Nacht voller Kopfschmerzen im abgedunkelten Zimmer hin und her wälzt. Laut Wikipedia ist ein Kater die "Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eines Menschen infolge einer leichteren Alkoholvergiftung". Vermutlich war, wie immer, das letzte Bier schlecht.

Ein bierseliger Abend ohne Kater am Morgen, geht das? Ja, meint Jim Koch. Er muss es wissen: Der dauergrinsende Amerikaner im Jeanshemd ist seit 1985 Chef der Boston Beer Company, einer US-Brauerei, die das weltbekannte und recht bekömmliche Samuel Adams Bier herstellt. Seit 30 Jahren ist er im Geschäft, berufsbedingt muss er regelmäßig das eine oder andere Bier köpfen. Trotzdem bewahrt er stets einen kühlen Kopf. Aaron Goldfarb, Redakteur des US-Magazins "Esquire" hat sich mit Jim Koch in einer Bar in Manhattan getroffen, um ihm sein Trinkgeheimnis zu entlocken.

Geheimtipp aus dem Supermarktregal

"Du willst mein Geheimnis erfahren? Wie ich den ganzen Abend Bier trinken kann, ohne betrunken zu werden?", fragte Koch. Und gab zugleich die Antwort: "Hefe". Handelsübliche Hefe, wie es sie in jedem Lebensmittelladen zu kaufen gibt. "Ein Teelöffel pro Bier, direkt bevor du ein Bier trinkst." Am besten verrühre man das Hefepulver mit etwas weißem Joghurt, um es genießbarer zu machen, erklärt der Fachmann.

Doch klappt das wirklich?

Zwei "Esquire"-Mitarbeiter haben den Trick ausprobiert. Im ersten Testlauf aß James Joiner fünf Teelöffel Hefe, die er mit einer halben Schale Joghurt vermengte. Trotz des Vanillegeschmacks hätte das Gemisch "wie Brotkonzentrat" geschmeckt. Eklig, doch wenn's hilft? Dann trank Joiner innerhalb einer Stunde sechs Samuel Adams Boston Ales. Nach 60 Minuten fühlte er sich nicht nur betrunken, er war es auch: Das Alkoholmessgerät zeigte 0,9 Promille an. Beim Komatrinken war der Trick schonmal durchgefallen.

Im zweiten Durchlauf wagte Aaron Goldfarb, der Jim Koch sein Geheimnis entlockt hatte, persönlich das Experiment. Er trank vier mittlere und ein großes sowie zwei Kurze Bourbon, dazu aß er den ganzen Abend stets einen Löffel Hefe mit Joghurt. Goldfarb bezeichnet das als "verantwortungsvolles Trinken". Sein Fazit: Zwar sei er betrunken gewesen, doch er hätte sich die ganze Zeit, selbst am Morgen danach, "wirklich gut" gefühlt. Zumindest beim maßvollen Konsum scheint der Hefe-Trick tatsächlich zu funktionieren. Bei der nächsten Geburtstagsparty sollte man also sicherheitsbalber ein Glas Hefepulver einstecken. Oder die schlechten Biere vermeiden.

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