HOME

Geschenke-Tipps: Mehr als nur Gin: Diese sieben Spirituosen sollten Sie verschenken

Sie suchen noch ein Weihnachtsgeschenk für jemanden, der gerne neue Spirituosen ausprobiert und es liebt, sich eigene Drinks zu mixen? Wir stellen sieben bezahlbare Geschenke-Tipps vor, die selbst Hobby-Barkeeper noch nicht alle kennen dürften. Und nur zwei davon sind Gins, versprochen. 

Bei fast jeder Familienfeier kommt der Moment, wenn Papa in die Vitrine greift und den alten Obstler hervorholt. Deshalb kommen sie ihm am besten zuvor - mit dem Birds Weissbrand. Nein, es handelt sich um keinen Tippfehler. Für einen Weinbrand müsste der Klare ein paar Monate im Holzfass lagern. Tut es aber nicht. Ein Gin ist es auch nicht, dafür fehlt der Wacholder. Vielleicht einigt man sich am Ende auf deutschen Pisco mit 12 Botanicals von fünf Kontinenten: Es finden sich darin Äpfel und Johannisbeeren aus Europa, Pfeffer aus Afrika, Süssholz aus Asien, Eukalyptus aus Australien und Kakaoschalen aus Amerika.  Preis: 35 Euro, weitere Infos hier

Der Birds Weissbrand ist eine der ungewöhnlichsten Spirituosen der letzten Jahre.

Was schenkt man jemanden, der schon alles hat? Socken und Krawatten waren jahrzehntelang der Renner unter den Verlegenheitsgeschenken, doch diese Blöße will sich heute niemand mehr geben. Dabei ist die Antwort eigentlich ziemlich einfach: Fast jeder trinkt gerne einen guten Drink, und sei es auch nur gelegentlich zur Familienfeier. Wir geben sieben bezahlbare Geschenke-Tipps, die selbst Hobby-Barkeeper noch nicht alle kennen dürften.


1. Celery Gin

Fangen wir mit Gin an. Der Wacholderschnaps ist ohne Frage gekommen, um zu bleiben. Auch nach Jahren scheint der Hype kaum abzuflauen. Ein besonders interessantes Exemplar ist der Celery Gin von Rutte. Ihm gelingt es, aus der beinahe unüberschaubaren Schwemme einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Schmeckt gut mit Tonic oder als Basis für den legendären Gin Basil Smash. Hier finden Sie das Rezept für den mittlerweile legendären Cocktail des deutschen Barkeepers Jörg Meyer.

Preis: rund 35 Euro für 0,7 Liter


2. Elephant Sloe Gin

Beim Sloe erlebt man Everybody's Darling in neuer Form. Dabei handelt es sich streng genommen um einen Schlehenlikör mit ausgeprägtem Schlehen-Geschmack und dezenter Süße. Und das bei kräftigen 35 Volumenprozent! Für den perfekten Geschmack braucht man nicht viel, es reicht etwas Soda mit Zitrone oder Bitter Lemon. 15 Prozent des Gewinns jeder Flasche gehen übrigens an zwei afrikanischen Tierschutzorganisationen.

Preis: rund 37 Euro für 0,5 Liter


3. Scheibel Moorbirne

Warum werden eigentlich so selten Birnen-Drinks bestellt, fragte der Autor dieses Textes einmal einen Hamburger Barkeeper. Seine kurze und knappe Antwort: "Weil die Leute keine Ahnung haben." Dabei gibt es sensationelle Obstbrände, die mit Opas alten Obstlern nur noch wenig gemein haben - etwa Scheibels Premium Moorbirne. Kraftvoll und komplex im Geschmack, aus getrockneten Birnen mit leichten Rauchnoten. Ein empfehlenswerter Cocktail ist übrigens der MoBi Sour. Die Zubereitung dauert nur wenige Minuten: 6cl Moorbirne, 2,5cl frischer Zitronensaft und 1,5 cl  Zuckersirup mit Eis shaken, abseihen und genießen.

Preis: 33 Euro für 0,7 Liter


4. Birds Weissbrand

Eine komplett eigene Kategorie zu erfinden ist heutzutage gar nicht mehr so einfach. Doch den vier Hamburger Jungs von Craft Circus gelang mit ihrem Birds Weissbrand das Kunststück. Denn auch Kenner fragen sich: Meinen die nicht Weinbrand? Keineswegs, dazu müsste das Destillat ein paar Monate im Holzfass lagern. Tut es aber nicht. Ein Gin ist es auch nicht, dafür fehlt der Wacholder. Vielleicht einigt man sich am Ende auf deutschen Pisco. Aromen liefern zwölf Botanicals von fünf Kontinenten: Äpfel und Johannisbeeren aus Europa, Pfeffer aus Afrika, Süßholz aus Asien, Eukalyptus aus Australien und Kakaoschalen aus Amerika. Around the World im Cocktailglas.

Preis: 35 Euro für 0,5 Liter


5. Berliner Brandstifter Wodka

Wodka ist klar und geschmacksneutral, geradezu seelenlos? Das stimmt, zumindest für die meisten Sorten. Die berühmte Ausnahme von der Regel ist der Berliner Brandstifter Vodka. Die Basis besteht nämlich nicht aus Getreide oder Kartoffeln, sondern Zuckerrüben! Dadurch ist er trotz der vergleichsweise hohen 43,4 Volumenprozent vergleichsweise mild und süß. Noten von Kornblumen und Rosen bringen etwas Frische ins Glas. Schmeckt am besten mit Soda.

Preis: 35 Euro für 0,7 Liter


6. Ron Botucal Reserva Exklusiva

Einer der besten südamerikanischen Rums zu einem überschaubaren Preis. Ron Botucal besteht zu 80 Prozent aus schweren und 20 Prozent leichten Rumsorten. Kenner schätzen die herzhafte Note, Einsteiger freuen sich über die fruchtige Süße. Benannt ist er übrigens nach der Hacienda Botucal, dem Herzstück der Destillerie. Im Rest der Welt kennt man ihn allerdings unter dem Namen Diplomatico. Wer unterm Weihnachtsbaum besonders Eindruck machen will, kauft das 199 Euro teure Weekender-Set bestehend aus Flasche, sechs Tumblern und einer mit Logo geprägten Ledertasche. Nur was für Liebhaber!

Preis: rund 30 Euro für 0,7 Liter


7. Nork

Korn hat kein Geschmacks-, sondern ein Imageproblem - das dachten sich die Gründer von Nork, einem norddeutschen Premiumkorn. Der ist viel zu schade, um ihn gemischt mit Fanta (die berüchtigte FaKo oder KoBra, für Korn-Brause) zu trinken. Nork hat 39 Volumenprozent und schmeckt artgemäß ziemlich ruppig. Die Macher empfehlen deshalb einen Drink auf der Basis von Tonic Water, Apfelsaft, Limette und Zimt. Funktioniert aber auch als Herrengedeck 2.0 mit einem guten Craft Beer.

Preis: rund 30 Euro für 0,7 Liter