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Luxusmelonen: Yubari King und Densake: Das sind die teuersten Melonen der Welt

Die japanischen Yubari King und Densake Melonen gehören zu den teuersten und seltensten Früchten der Welt. Sie werden als Gourmetartikel gehandelt und gehen für saftige Preise weg. Der Rekord? 18.000 Euro für zwei Früchte.

Densuke Wassernmelone

Diese Densuke Wassermelone brachte bei der Auktion in Asahikawa 220.000 Yen ein, etwa 1800 Euro.

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Melonen gehören zum Sommer wie die Sommersprossen zur Nase. Melonen sind erfrischend, leicht und weil in ihnen eine ordentliche Portion Wasser steckt, auch ein super Snack für heiße Tage. Auf der nordjapanischen Insel Hokkaido werden die teuersten Melonen der Welt gezüchtet. Die Yubari King und die Densuke Melonen gelten nicht nur als besonders schmackhaft, sie sind auch so exklusiv, dass für sie teilweise mehrere Tausend Euro gezahlt werden.

In Yubari, einem kleinen Dorf mit nur rund 10.000 Einwohnern auf der Insel Hokkaido, wo die besonderen Zuckermelonen gezüchtet werden, gelten diese nicht nur als Statussymbol, sondern auch als Heiligtum. Das Fleisch der Yubari King Melonen ist besonders süß und saftig und erinnert farblich an die untergehende Sonne. Das allein erklärt die horrenden Preise, die für sie veranschlagt werden, aber nicht.  

Yubari King, der Bentley unter den Melonen

Denn keine Melone ist teurer als die Yubari King. Die Melonen gehen für dreistellige Beträge das Stück über die Ladentheke. Ein Rekordpreis wurde 2018 erzielt, als ein Bieter für eine Kiste mit zwei der Premiummelonen umgerechnet etwa 18.000 Euro hinblätterte.

Bezahlt wird dabei vor allem auch die Exklusivität. Denn die Melonen dürfen ausschließlich in Yubari gezüchtet werden. Dort wachsen sie in Gewächshäusern auf vulkanischem Boden, der unterirdisch geheizt wird. Geerntet wird per Hand. Das macht die Kürbisgewächse zu einem äußerst raren Luxusgut, der Handel mit ihnen ist stark beschränkt.

Melonen als Statussymbol

Die Zuckermelone aus Yubari ist nicht die einzige Melone für die Menschen bereit sind, Heidenpreise zu bezahlen. Auf Hokkaido wird noch eine weitere Melonenart gezüchtet, die einen ähnlich hohen Status innehat - die Densuke Wassermelone. Auch sie wird ausschließlich auf der Insel gezüchtet, in ebenfalls beschränkter Anzahl.  

Yubari King Melonen im Gewächshaus

Takahiro Kobayashi baut auf der Insel Hokkaido Yubari King Melonen an.

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Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Schale, die nicht wie bei handelsübliche Wassermelonen grün ist, sondern beinahe schwarz. Das Fruchtfleisch ist süßer und auch knackiger als das ihrer günstigeren Verwandten, was die Melonen vor allem in Japan zur absoluten Delikatesse macht.

Jedes Jahr, wenn die Luxusmelonen in den Verkauf kommen, werden unter großem medialen Wirbel Auktionen veranstaltet. Die Früchte, die dabei unter den Hammer kommen, erzielen Höchstpreise. Normalerweise. In diesem Jahr allerdings gingen die Früchte für weniger saftige Preise weg. Von Schnäppchenpreisen ist gar die Rede.

Angulas

Der Höchstpreis lag "nur" bei rund 1800 Euro für eine Densuke Wassermelone. Das sorgte für lange Gesichter bei den Händlern, schließlich ist das weniger als ein Drittel des Vorjahrespreises. Ähnlich sah es bei zwei Yubari King Melonen aus, die dieses Mal lediglich 1000 Euro einbrachten. Sozusagen nichts im Vergleich zu den erwähnten 18.000 Euro, die noch vor zwei Jahren eingefahren werden konnten.

Ein Zeichen dafür, dass die seltenen Melonen in absehbarer Zeit auch für Normalverdienende erschwinglich wird? Eher nicht. Ein Sprecher des Frischemarktes in Asahikawa erklärte laut "The Mainichi" die maue Ausbeute bei der Auktion mit der aktuellen Lage: "Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus hatte einen großen Einfluss (auf den Preis), und der Rückgang war vorhersehbar."

Quelle: The Mainichi