Amoklauf in Heidelberg Wie ein Phantom: Tür an Tür mit dem Attentäter

Amoklauf in Heidelberg
Amoklauf in Heidelberg
© Ingrid Eissele / Getty Images
Nach dem Amoklauf mit einer Toten und drei Verletzten an der Universität Heidelberg rätseln die Ermittler noch immer über das Motiv des Täters. Der lebte zurückgezogen in einer kleinen Wohnung in Mannheim. Für seine Nachbarn blieb er bis zum Schluss ein Mann ohne Gesicht.
Ingrid Eissele

Der Name des Mieters von Appartement Nummer fünf steht auf einem gestanzten Klebestreifen unter der Klingel. Ein Provisorium, so wie fast alle Namensschilder der Mieter in diesem Haus.

Student Nico G. wohnte im ersten Stock, Tür rechts. Nun prangt auf der Holztür ein "Amtliches Siegel" der Polizei Baden-Württemberg, ein Stück Pressspan kaschiert notdürftig die Spuren, die das Sondereinsatzkommando am vergangenen Montag in dem Haus in einer Straße in Mannheim hinterließ, auf der Suche nach möglichen Mittätern. Auf dem Schuhabstreifer liegen noch immer Holzsplitter und die aufgerissene Verpackung eines Einweg-Skalpells.


Mehr zum Thema