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Baden-Württemberg Er dachte, es seien Wildschweine: Jäger erschießt aus Versehen zwei Pferde

Zwei Pferde stehen schmusend auf einer Koppel
Im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg kam es zu einer folgenschweren Verwechslung (Symbolbild)
© Brinja Schmidt / iStockphoto / Getty Images
Ein Jäger hat im Main-Tauber-Kreis aus Versehen zwei Pferde erschossen. Der Mann wollte ein Feld bei Wertheim vor Schäden durch Wildschweine schützen.

Ein Jäger hat im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg aus Versehen zwei Pferde erschossen. Der Mann habe nachts ein Feld bei Wertheim vor Wildschaden durch Wildschweine schützen wollen, teilte ein Sprecher der Polizei am Montag mit.

Baden-Württemberg: Pferde mit Schweinen verwechselt

In der Nacht auf Dienstag kam es bei einer Jagd im Bereich Wertheim-Dietenhan offenbar zu einer folgenschweren Verwechslung, wodurch zwei Pferde verendeten. Zwischen 0 Uhr und 1 Uhr saß der Jäger im Bereich des Geländes "Am Graben", um ein bewirtschaftetes Feld vor Wildschaden durch Wildschweine zu schützen.

Hierbei verwechselte der Mann vermutlich zwei Pferde, die sich neben dem Feld auf einer Koppel befanden, mit Wildschweinen, woraufhin er auf die Tiere schoss. Die beiden Tiere verendeten aufgrund ihrer Verletzungen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall, der sich bereits in der Nacht zu Dienstag vergangener Woche ereignete, dauern noch an.

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Nicht die erste Verwechslung bei einer Jagd

Bereits im September ereignete sich ein ähnlicher Vorfall in der Schweiz, wie das österreichische Magazin "Pferderevue" zusammenfasst.  Ein Jäger befand sich Im Schweizer Kanton Graubünden morgens auf der Pirsch als seinen Angaben nach ein Rehbock vor ihm einen Waldweg überquerte und zunächst verschwunden sei. Der Jäger gab danach einen Schuss auf ein Tier ab, welches sich im Wald unterhalb des betreffenden Weges befunden haben soll. Leider habe er aber feststellen müssen, dass es sich bei dem von ihm angeschossenen Tier nicht um den vermuteten Rehbock handelte, sondern um ein Islandpferd.

Der Jäger habe die Verwechslung unverzüglich bei der zuständigen Behörde gemeldet, wie die "Pferderevue" zusammenfasst. Für das Pferd habe es allerdings keine Rettung mehr gegeben. Es sei so schwer verletzt gewesen, dass es vom Tierarzt vor Ort habe eingeschläfert werden müssen. Auch gegen diesen geständigen Jäger sei bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine Anzeige erstattet worden.

Quellen:  Polizei Baden-Württemberg, "Pferderevue", AFP

km

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