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Ab 1. Januar Bürgergeld löst Hartz IV ab: So viel Geld bekommen Alleinstehende nun

Bürgergeld: Wie viel Geld bekommt man nun?
Bürgergeld ist das neue Hartz IV: Doch wie viel bekommt man nun eigentlich mehr?
© Christian Horz / Getty Images
Hartz IV ist bald Geschichte, das Bürgergeld kommt. Doch wie viel bekommt dann ein alleinstehender Arbeitsloser im Vergleich zu einem Geringverdiener, der Mindestlohn bezieht? 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de

Das Bundeskabinett hat grünes Licht für die Einführung des Bürgergelds in Deutschland gegeben. Es soll zum 1. Januar das heutige Hartz-IV-System ablösen. Kritiker bemängeln vor allem, dass durch den Wegfall von Sanktionen und höheren Regelsätzen der Anreiz wegfällt, arbeiten zu gehen. Aber stimmt das? Wir haben nachgerechnet.

Bürgergeld kein Anreiz nicht mehr zu arbeiten

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) weist den Vorwurf zurück, das geplante Bürgergeld der Bundesregierung dämpfe Anreize zur Arbeit. Es mache auch künftig immer noch einen Unterschied, ob jemand arbeite oder Sozialleistungen beziehe, sagte Heil am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Zum 1. Januar sollen die Regelsätze der Grundsicherung für Alleinstehende auf 502 Euro steigen. Aber was kommt am Ende tatsächlich raus? Kann man von dem neuen Bürgergeld am Ende genauso gut leben, wie von einem geringen Einkommen? Wir haben beim Deutschen Institut für Wirtschaft nachgefragt.

Rechnung für Einkommen als Alleinstehender

502 Euro (Regelsatz ab 01.01.2023) + 426 Euro (Mietzuschuss / Höchstwert für Einpersonenhaushalt in Berlin) + ca. 70 Euro (Heizkostenzuschuss, demnächst vermutlich deutlich mehr) = ca. 1.000 Euro

Da man auf Hartz IV und das neue Bürgergeld keine Einkommenssteuern zahlen muss, ist hier das Bruttoeinkommen gleich dem Nettoeinkommen.

Rechnung für Einkommen als Geringverdiener

Geht man stattdessen einem Job nach, der nach Mindestlohn (12 Euro pro Stunde) bezahlt wird, ergibt sich folgende Rechnung:

Einkommen mit Mindestlohn:

12 Euro x 39h pro Woche = 468 Euro x 4 Wochen = 2.040 brutto

Auf ein reguläres Einkommen müssen – anders als beim Bürgergeld – noch Steuern gezahlt werden, sodass sich folgendes Nettogehalt ergibt:

2.040 brutto = 1.470 netto

Differenz von 470 Euro zwischen Bürgergeld und Geringverdiener-Job

Vergleicht man also das monatliche Einkommen als Bürgergeld-Empfänger mit dem Gehalt eines Geringverdieners ergibt sich ein Unterschied von rund 470 Euro. Hinzu kommt, dass Geringverdiener die Möglichkeit haben, zusätzliche Unterstützungen, wie etwa Wohngeld, zu beantragen. Allerdings müssen vom monatlichen Gehalt dann auch eventuell Sprit oder das Bahnticket zur Arbeit bezahlt werden. Kosten, die als Bürgergeldempfänger wegfallen.

Trotzdem: Ehrliche Arbeit lohnt sich immer! Und sei es, um eine Beschäftigung zu haben.

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