Anschlag in Halle Er wollte Juden ermorden – und scheiterte. Wie Stephan B. zum Attentäter wurde

Eingangstuer der Synagoge von Halle
Wunderholz
Die braune Tür in der Mauer um Friedhof und ­Gotteshaus trotzte Stephan B.s Schüssen und ­seinem Sprengstoff. Sie rettete den 51 Gläubigen in der Synagoge damit vermutlich das Leben. B. zog schließlich weiter – und tötete zwei Menschen
© Benjamin Zibner
Am Dienstag beginnt der Prozess gegen Stephan B., der am 9. Oktober 2019 in der Synagoge in Halle einen Massenmord an Juden begehen wollte. Er kam nicht rein. Aber wie kam er überhaupt dorthin?
Von Frauke Hunfeld

Er hasste alle Juden. Er hasste Muslime. Er hasste die Schwarzen. Er mochte keine modernen Frauen, die ihr eigenes Geld verdienen und zu wenig Kinder bekommen.

Er kennt keine Juden, nicht einen einzigen. Er kennt keine Muslime. Er hat keinen näheren Kontakt zu Frauen, außer zu seiner Mutter, bei der er wohnt und von deren Geld er lebt. Mit Schwarzen hat er noch nie zu tun gehabt.

Mehr zum Thema

Newsticker