Proteste in Belarus Im Gefängnis von der Polizei misshandelt: "Sie schlugen mit aller Kraft"

Belarus: Interview mit Opfer von Polizeigewalt
Am 10. August griffen die Sicherheitskräfte Demonstranten wie Aliaksei Niamtsoū brutal an.
Während der Proteste in Belarus nahmen Sicherheitskräfte mehr als 6700 Menschen fest, viele von ihnen wurden anschließend brutal und systematisch misshandelt. Einer von ihnen ist Aliaksei Niamtsoū, 38, Fahrer aus Minsk.

Wie geht es Ihnen? 

Ich habe überall Hämatome, und ich  kann bis heute nur langsam und vorsichtig gehen. Die Leute von der Einsatztruppe OMON (Spezialeinheit der Polizei, Anm. d. Red.) schlugen besonders auf die Beine. Aber auch mein Hals tut mir weh. Wenn mich jetzt Freunde umarmen wollen, warne ich sie vor: ‚Bitte ganz vorsichtig. Alles schmerzt noch.‘  

Wieso wurden Sie festgenommen? 

Mit ein paar Freunde wollten wir am vergangenen Montagabend mit Autos durch die Stadt fahren, um zu sehen, wo sich der Protest gegen Alexander Lukaschenko und die Wahlfälschung formiert. Dem wollten wir uns anschließen. 

Hatten Sie keine Angst vor Polizeigewalt


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