Fußball-Bundesliga
Freiburger Frühlingsgefühle: Beschwingt gegen Bayer

Trainer Julian Schuster ist mit der bisherigen Freiburger Saison zufrieden. (Archivbild) Foto: Silas Stein/dpa
Trainer Julian Schuster ist mit der bisherigen Freiburger Saison zufrieden. (Archivbild) Foto
© Silas Stein/dpa
Mehrere Leistungsträger kehren zurück, im eigenen Stadion ist der Sport-Club eine Macht. Trainer Schuster wirkt vor dem Leverkusen-Spiel zuversichtlich - und in der Causa Atubolu unbesorgt.

Julian Schuster war bester Laune. Und nur für einen kleinen Moment "eher der strenge Lehrer", wie er es selbst formulierte. "Eine zwei bis drei", sagte der Trainer des SC Freiburg auf die Frage, welche Note er den Badenern für ihre bisherige Saison geben würde. Es gebe noch "Luft nach oben", er sei aber auch "mit sehr, sehr vielen Dingen zufrieden".

Platz acht in der Fußball-Bundesliga, im DFB-Pokal unter den besten Vier, in der Europa League im Achtelfinale - laut Schuster hat sich der Sport-Club für die entscheidenden Wochen der Saison eine "super Grundlage erarbeitet". Was die Mannschaft bis zum jetzigen Zeitpunkt geleistet habe, sei "super", meinte er.

Beste und Manzambi nach Sperren zurück

Gegen Bayer Leverkusen geht es am Samstag darum, die Chancen zu erhöhen, auch in der kommenden Spielzeit international dabei zu sein. Zehn Punkte beträgt der Rückstand der Freiburger auf den Tabellensechsten. Verlieren sie gegen die Werkself, ist der Europapokal zumindest über die Liga wohl kaum noch zu erreichen. Doch Schuster wirkt unbesorgt. Der 40-Jährige hofft auf die Freiburger Heimstärke - und womöglich eine ganze Reihe von Rückkehrern.

Flügelspieler Niklas Beste und Mittelfeld-Ass Johan Manzambi stehen nach abgesessenen Sperren wieder zur Verfügung. Auch Verteidiger Philipp Lienhart habe in dieser Woche komplett mittrainiert, berichtete Schuster. Österreichs Nationalspieler, der wegen einer Bauchmuskelverletzung lange fehlte, könne wieder eine Option sein. Der zuletzt ebenfalls angeschlagene Defensivmann Lukas Kübler habe zumindest wieder Teile des Trainings absolviert.

Im eigenen Stadion eine Macht

Gelingt es dem Sport-Club also, mal wieder einen der Großen zu ärgern? Im eigenen Stadion haben die Freiburger seit dem 1:3 gegen den FC Augsburg am ersten Spieltag immerhin nicht mehr verloren. Den VfB Stuttgart haben sie vor heimischer Kulisse 3:1 geschlagen, Borussia Dortmund ein 1:1 abgeknöpft.

Es sind Mutmacher für den SC, der gegen die Top-Teams in der jüngeren Vergangenheit so oft so unglücklich ausgesehen hat. Auch, wenn sich Schuster über die öffentliche Wahrnehmung der Leverkusener zuletzt wunderte.

"Wo ist denn wirklich die Krise?", fragte Freiburgs Coach vor dem Duell mit der Werkself. Dreimal in Serie war diese vor dem 1:0 im Nachholspiel beim Hamburger SV am Mittwoch sieglos geblieben - nur einmal hatte sie dabei allerdings verloren. "Da steht genug Qualität auf dem Platz", warnte Schuster.

Gerüchte um Atubolu: Schuster sieht "alles positiv"

Viel Qualität steht auch beim SC zwischen den Pfosten. Doch selbst die Zukunft von Keeper Noah Atubolu bereitet Strahlemann Schuster kein Kopfzerbrechen. "Wir sind in einem super Austausch, sprechen klar über die Zukunft", sagte der Coach angesprochen auf die Begehrlichkeiten anderer Clubs, die der 23-Jährige geweckt haben soll. Aus seiner Sicht sei alles "positiv zu bewerten".

Atubolus Vertrag läuft noch bis 2027. Zuletzt hatte es mehrfach Gerüchte gegeben, dass der Torhüter, der im Januar seinen Berater gewechselt hat, die Breisgauer nach dieser Saison verlassen könnte. Er habe "keine Angst" und sei dennoch "realistisch, dass so etwas passieren kann", erklärte Schuster. Der Spieler wisse aber auch "zu schätzen, welches Vertrauen er hier bekommt". Nicht zuletzt von Schuster, dem manchmal auch "eher strengen Lehrer".

dpa