Inklusion Kinder mit Einschränkungen haben ein Recht auf Bildung – doch viele Schulen scheitern daran. Erfahrungsbericht einer Mutter

Der Sohn unserer Autorin mit Begleithund Dino
Der Sohn unserer Autorin, daneben Dino. Seinen Begleithund baut der Junge oft in die kleinen Filme ein, die er dreht
© Isadora Tast
Der Sohn unserer Autorin Sarah Wiedenhöft ist ein Schulkind mit Behinderung. Er hat ein Recht auf inklusive Bildung. Und doch läuft die Teilhabe katastrophal. Wieso?
Von Sarah Wiedenhöft

An einem Mittwoch im Februar sackte ich weinend am Lehrerparkplatz zusammen. Auch sie wollen ihn nicht, dachte ich. Seit Monaten befand ich mich auf der Suche nach einer neuen Schule für meinen Sohn, hatte mehr als 30 in Hamburg abtelefoniert. Der Schulleiter eben war wieder nur eilig über die Zeugnisse und Arztberichte geflogen. "Tut mir leid", sagte er in einem Ton, der klarmachte, dass das nicht stimmt. "In unserer fünften Klasse sind schon einige auffällige Kinder. Da können wir Ihren Sohn nicht auch noch aufnehmen."

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