Reederei
MSC baut neue Deutschlandzentrale in Hamburgs HafenCity

In der neuen MSC-Deutschlandzentrale sollen einmal rund 700 Beschäftigte arbeiten. Foto: Christian Charisius/dpa
In der neuen MSC-Deutschlandzentrale sollen einmal rund 700 Beschäftigte arbeiten. Foto
© Christian Charisius/dpa
In Hamburg entsteht die neue Deutschlandzentrale von MSC: Ein moderner Bau am Lohsepark soll bis Ende 2028 Platz für rund 700 Beschäftigte bieten – inklusive Showroom und Restaurant.

Die weltgrößte Containerreederei MSC hat in Hamburg mit dem Bau ihrer neuen Deutschlandzentrale begonnen. Bis zum vierten Quartal 2028 soll auf dem rund 2.600 Quadratmeter großen Grundstück am Lohsepark der HafenCity ein siebengeschossiges Gebäude mit mehr als 15.000 Quadratmetern Bürofläche entstehen. Neben Arbeitsräumen für die rund 700 Beschäftigten der Mediterranean Shipping Company (MSC) soll es auch einen Showroom und ein Restaurant geben.

MSC: Neubau klares Bekenntnis zu Hamburg

"Unser neues MSC Germany Headquarter ist ein klares Bekenntnis zur Hansestadt Hamburg als wichtiges maritimes Zentrum in Europa", erklärte MSC-Deutschland-Chef Nils Kahn anlässlich des ersten Spatenstichs. Hamburg sei einer der MSC-Heimathäfen und Drehkreuz für die globalen Liniendienste. "Gemeinsam mit der Stadt Hamburg wollen wir die Zukunft des Hafens aktiv mitgestalten und mehr Umschlag nach Hamburg bringen." 

Das Gebäude wird den Angaben zufolge in der Tradition der Hamburger Fleetbebauung teilweise direkt ins Hafenbecken gebaut und setzt auf nachhaltige Materialien wie Recyclingbeton. Für die Energieversorgung dienten unter anderem Photovoltaikelemente auf dem Dach. Mit der neuen Deutschlandzentrale erfülle MSC ein weiteres zentrales Versprechen ihrer Partnerschaft mit der Stadt Hamburg, teilte die HafenCity mit.

MSC seit 2024 Anteilseigner bei der HHLA

Die Stadt Hamburg und die Schweizer MSC halten gemeinsam über die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft mehr als 95 Prozent der Hamburg Hafen und Logistik AG (HHLA). MSC war im November 2024 unter dem Protest von Hafenarbeitern und Gewerkschaften bei der HHLA eingestiegen. Abgemacht ist, dass die Genfer Reederei bis zu 49,9 Prozent an der Beteiligungsgesellschaft halten wird. Die Stadt soll 50,1 Prozent wahren. 

Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte: "Die neue Deutschlandzentrale von MSC in Hamburg stärkt den Standort für maritime Wirtschaft, Logistik und internationalen Handel." Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sprach von einem großen Gewinn für den Hafen und die Stadt.

MSC verfügt über rund 1.000 Schiffe

Derzeit befindet sich der Sitz von MSC Germany noch in der Hamburger Speicherstadt. Die 1970 von Gianluigi Aponte gegründete Reederei befindet sich nach wie vor in Privatbesitz und verfügt den Angaben zufolge über 675 Büros in 155 Ländern weltweit. Die Flotte umfasse inzwischen rund 1.000 Schiffe. Insgesamt laufe MSC mit 300 Liniendiensten 520 Häfen an und befördere jährlich rund 27 Millionen Standardcontainer.

dpa