Die Polizeidirektion Vorpommern-Greifswald nutzt ihr eigenes Facebook-Profil, um mit Vorurteilen über die angeblichen Negativfolgen des massenhaften Zuzugs von Flüchtlingen aufzuräumen. Mit dieser Aktion nimmt sie auf kursierende Gerüchte aus der Bevölkerung Bezug, die sie nach eigenen Aussagen keinesfalls unkommentiert im Raum stehen lassen wollte. "Uns ging es darum, die Diskussion zu versachlichen", erklärte der Leiter der Polizeiinspektion, Gunnar Mächler, die Beweggründe.
Mit merklich gereiztem Unterton bilanzieren die Beamten in dem Sozialen Netzwerk, wie sich der Zuzug von zirka 2000 Flüchtlingen auf die Kriminalitätsrate in ihrem Gebiet bisher ausgewirkt hat. Nämlich: gar nicht.
Netzgemeinde jubiliert über Engagement der Polizei
Die Online-Aufklärungsarbeit der Behörde zog schon bald nach ihrer Veröffentlichung größere Kreise. Bis zum frühen Freitagabend wurde der Post runde 5600 Mal geteilt und konnte in dieser Zeit bereits knapp 17.000 Likes sammeln. Selber etwas überrascht von der großen Resonanz legte die Polizei Vorpommern-Greifswald heute noch einmal nach. Um kritische Nachfragen zu beantworten, veröffentlichte sie Vergleichszahlen zum Vorjahr. Auch diese Statistiken belegen, dass die bestehenden Vorurteile und Ängste jeglicher Grundlage entbehren.
"Wenn Gerüchte im Umlauf sind, die mit den Fakten nicht übereinstimmen, dann hat es sich angeboten, sich zu Wort zu melden", führte Mächler aus, der seinerseits persönlich den ersten Eintrag verfasst hatte.