Gesellschafter und Mäzen Dietmar Hopp sieht nach einer externen Betriebsprüfung bei der TSG 1899 Hoffenheim keine rechtlichen Schritte als notwendig an. "Wir können uns somit vollständig und mit großer Vorfreude auf eine erfolgreiche Rückrunde und auf den operativen Spielbetrieb konzentrieren", sagte der 85 Jahre alte Milliardär in einer Clubmitteilung des Fußball-Bundesligisten.
Die Überprüfung der Kommunikations- und Entscheidungsprozesse bei der Spielbetriebs-GmbH der TSG habe sein eigenes Vertrauen und das der Fans und der Öffentlichkeit in die sportliche und wirtschaftliche Tätigkeit der operativen Gesellschaft bestätigt, sagte Hopp weiter. Die Ergebnisse werden "die TSG insgesamt sportlich und wirtschaftlich stärken".
Folgen für zwei TSG-Geschäftsführer
Die Betriebsprüfung stand in den vergangenen Monaten ebenso wie die Auseinandersetzung mit dem lange in Hoffenheim einflussreichen Spielerberater im Mittelpunkt eines Machtkampfs bei den Kraichgauern. In deren Folge hatten Markus Schütz (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Frank Briel (Geschäftsführer Finanzen) gehen müssen.
Das Duo galt als Triebfedern des in Teilen vom Landgericht Heidelberg aufgehobenen Hausverbots gegen Wittmann. Von der ursprünglichen Geschäftsführung sind nur noch Andreas Schicker (Sport) und Tim Jost (Marketing) übrig.
Neuwahlen im März
Zudem war Präsident Jörg Albrecht aus gesundheitlichen Gründen und wohl auch zermürbt von den Zerreißproben zurückgetreten. Die Vizepräsidenten Christoph Henssler, ehemals aktives Mitglied der TSG-Fanszene, und Frank Engelhardt vertreten die TSG e.V. interimsmäßig als Mehrheitsgesellschafter des Bundesligisten. Bei der Mitgliederversammlung am 9. März stehen Neuwahlen an.
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Hopp hatte seinen Club auch in jüngster Vergangenheit finanziell unterstützt. Der einstige SAP-Mitbegründer hält als Gesellschafter an der Profi-Abteilung inzwischen nur noch 49 Prozent, die restlichen 51 Prozent liegen beim Verein.