Raumfahrt und Cowboys
Söder startet US-Reise mit Besuch auf Ranch bei Houston

Auf der George Ranch unweit der Millionenmetropole Houston hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seinen Texas-Besuch mit ob
Auf der George Ranch unweit der Millionenmetropole Houston hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seinen Texas-Besuch mit obligatorischem Cowboy-Hut begonnen. Foto
© Sven Hoppe/dpa
Am Montag will CSU-Chef Söder die Nasa besuchen. Bevor es jedoch um die Zukunft der Raumfahrt geht, widmete sich der bayerische Ministerpräsident dem, wofür Texas auch weltberühmt ist.

Zum Auftakt seiner US-Reise hat sich CSU-Chef Markus Söder trotz der derzeit nicht einfachen Lage für eine intensive Beziehung zwischen den USA, Europa und Deutschland ausgesprochen. "Zwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika besteht eine lange Tradition der Verbundenheit und der Beziehungen – und für unsere Geschichte war es stets gut, zusammenzuhalten", sagte der bayerische Ministerpräsident bei seinem Besuch auf einer Ranch unweit der Millionenmetropole Houston am Sonntagnachmittag (Ortszeit).

"Wir möchten diesen Weg daher auch in Zukunft so weitergehen", betonte Söder. Er wolle mit seinem Besuch die Verbindung weiter aufbauen und die Menschen kennenlernen. Am Montag steht unter anderem ein Besuch beim Nasa Mission Control Center in Houston auf Söders Reiseprogramm. 

"Es ist ein Traum, hierher nach Texas zu kommen"

"Es ist ein Traum, hierher nach Texas zu kommen", sagte Söder. Bayern und Texas hätten viel gemeinsam. "Wissen Sie, Washington ist weit weg von Texas, Berlin ist weit weg von Bayern. Am Ende wissen wir also, wie Politik wirklich funktioniert." Söder erhielt zu seiner großen Freude bei dem Besuch nicht nur ein Original texanisches Barbecue, sondern auch einen für Texas üblichen Cowboy-Hut samt Gürtelschnalle und texanischer Flagge. 

Es ist die erste US-Reise eines bayerischen Regierungschefs in die USA seit mehr als 20 Jahren - 2005 hatte Edmund Stoiber Kalifornien besucht. Ziele der Reise sind die US-Bundesstaaten Texas und South Carolina - um die Hauptstadt Washington mit Präsident Donald Trump macht Söder einen großen Bogen. 

Mit Spannung erwarteter Besuch bei Nasa in Houston

Bei der Nasa in Houston will Söder auch ein gemeinsames Projekt zum Thema KI-Steuerung in der Raumfahrt zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München vereinbaren. Konkret geht es um die Steuerung von Raumfahrzeugen auch ohne andauernde Bodenkommunikation, also selbstständiges Operieren im Weltall. DLR, Esa und Nasa werden insgesamt noch enger zusammenarbeiten.

Zudem sollen die Universitätspartnerschaften für neue Technologien und innovative Ideen ausgebaut werden, etwa im Bereich Medizin und Pflege. Geplant ist auch der außerdem der Besuch eines Werks von Everllence - ein Maschinenbauer mit Hauptsitz in Augsburg.

dpa