Lust auf eine besondere Herausforderung bei der Justiz? In Berlin wird der Chefposten bei der Generalstaatsanwaltschaft zum Jahresende frei. Die Juristin Margarete Koppers scheidet "regelgerecht" nach ihrem 65. Geburtstag aus, wie es aus der Senatsjustizverwaltung hieß. Bis zum 20. März können sich noch Interessentinnen und Interessenten um ihre Nachfolge bewerben.
Gesucht wird eine "hochqualifizierte Persönlichkeit, die in besonderer Weise geeignet ist", den Herausforderungen der Behörde in der Hauptstadt gerecht zu werden. Diese werden unter anderem so beschrieben: "Der Charakter Berlins als Bundeshauptstadt und internationale Metropole sowie die damit verbundenen spezifischen Herausforderungen insbesondere im Bereich der transnationalen organisierten Kriminalität sowie der Wirtschafts- und Jugendkriminalität prägen dabei das vielschichtige Aufgabengebiet der Berliner Strafverfolgungsbehörden."
Als erste Frau an der Spitze der Behörde
Bei der Generalstaatsanwalt sind nach den Angaben 135 Menschen tätig, darunter 33 Oberstaatsanwältinnen und Oberstaatsanwälte. Zudem ist der Chef oder die Chefin für mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Amts- und Staatsanwaltschaft verantwortlich.
Wer schließlich das Rennen um die Nachfolge von Koppers macht, wird nach Angaben einer Sprecherin der Justizverwaltung "nach Bestenauslese" entschieden. Ob bereits viele Bewerbungen vorliegen, konnte sie nicht sagen.
Koppers hatte unter dem Grünen-Justizsenator Dirk Behrendt als erste Frau die Leitung der Generalstaatsanwaltschaft übernommen. Sie wechselte zum 1. März 2018 von der Berliner Polizei, wo sie Vizepräsidentin war, in die Justiz.
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