Treibstoff-Versorgung
Stopp für Druschba-Öl: Raffinerie PCK sucht Ersatz via Polen

Wie stabil ist die Lage der Ölraffinerie PCK? Foto: Patrick Pleul/dpa
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Öl-Lieferstopp aus Kasachstan, Ersatz über Polen? Die Raffinerie PCK im Nordosten Brandenburgs ringt um Lösungen. Die Produktion mit Treibstoff soll gesichert werden.

Angesichts des von Russland angekündigten Lieferstopps für Öl aus Kasachstan ab 1. Mai geht die Suche nach alternativen Öl-Routen für die Raffinerie PCK im Nordosten Brandenburgs weiter. "Die jüngsten Ankündigungen aus Russland bringen schlagartig neue Unruhe ins Unternehmen. Das ist gerade jetzt, in einer Zeit neuer internationaler Konflikte und instabiler Energiemärkte, eine große Herausforderung", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach der Krisensitzung einer Taskeforce zur PCK. 

Es wird nach alternativen Lieferwegen gesucht, um trotz eines Ausfalls des kasachischen Öls die Raffinerie-Produktion hochzuhalten. "Die Bundesregierung flankiert die PCK derzeit engagiert dabei, entfallende Rohöllieferungen über alternative Bezugswege zu ersetzen. Dazu gehören insbesondere Gespräche, wie schnell zusätzliche Lieferungen über Danzig erreicht werden können", sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Frank Wetzel, laut Mitteilung aus der Staatskanzlei in Potsdam. 

Ministerpräsident Woidke äußerte sich zudem zuversichtlich. "Die Auslastung der PCK ist stabil, eine Rohölversorgung im Mai bis 80 Prozent sowie die Arbeitsplätze sind gesichert. Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken." Polen trage bereits einen beträchtlichen Teil zur Auslastung der PCK bei. "Im engen Schulterschluss mit unseren polnischen Partnern werden wir auch künftig zusammenstehen." 

Kasachstan hat bislang über die auch durch Russland verlaufende Pipeline Druschba Öl nach Deutschland geliefert. Das Öl ging vor allem an die Raffinerie in Schwedt. Allerdings leitet Russland ab dem 1. Mai kein kasachisches Öl mehr über die Druschba weiter.

dpa

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