Mit Demonstrationen und Kundgebungen wollen sich im Tagesverlauf Studierende sowie Beschäftigte hessischer Hochschulen am bundesweiten Hochschulaktionstag beteiligen. Aktionen seien in Kassel, Marburg, Gießen, Fulda, Frankfurt und Darmstadt geplant, hatte die Gewerkschaft Verdi mitgeteilt.
Alleine für Gießen mit der Justus-Liebig-Universität und der Technischen Hochschule Mittelhessen rechneten die Veranstalter nach Angaben einer Stadtsprecherin mit zusammen rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Die Studierenden sowie Hochschul-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen nach Verdi-Angaben auf ihre Forderungen aufmerksam machen, darunter bessere Arbeits- und Studienbedingungen durch eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen und des Studiums, faire Bezahlung für alle Beschäftigten in der Wissenschaft, ein Ende von Befristungen sowie ein Stopp von Tarifflucht und Outsourcing.
Tarifverhandlungen ab 27. Februar
Da Hessen nicht zur Tarifgemeinschaft der Länder gehört, haben die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hier noch nicht begonnen - Start ist der 27. Februar. Die genannten Themen dürften dabei für die Beschäftigten zentral werden, erklärte die Gewerkschaft. Zugleich wollten sie sich solidarisch mit Hochschul-Mitarbeitern aus den 15 anderen Bundesländern zeigen, die ebenfalls im Tagesverlauf für ihre Tarifforderung auf die Straßen gehen wollen.
Auf die Tariverhandlungen in Hessen dürften sich auch die Sparzwänge der hessischen Hochschulen auswirken. Der im vergangenen Sommer beschlossene hessische Hochschulpakt 2026-2031 sieht vor, dass Universitäten und Fachhochschulen im Bundesland in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro einsparen müssen. Im Jahr darauf kehrt ihr Budget auf das Niveau von 2025 zurück. Von 2028 an steigen die Landesmittel dann jährlich.