Vier deutsche Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind in der Universitätsklinik in Frankfurt untersucht worden. Die vier Kontaktpersonen seien zur medizinischen Kontrolle eingeliefert worden, teilte ein Sprecher der Unimedizin mit.
"Die Personen werden dort in einer spezialisierten Sonderisolierstation des STAKOB-Zentrums betreut und medizinisch untersucht", hieß es. STAKOB steht für "Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger" und ist ein bundesweites Expertennetzwerk. "Außerdem werden zur Sicherheit Proben in den virologischen Laboren sowohl in Frankfurt als auch in Marburg auf das Virus getestet."
Ebola-Patient erfolgreich behandelt
Frankfurt hat seit Jahrzehnten Erfahrung mit solchen Infektionskrankheiten. 1967 seien erstmals Patienten mit der Marburg Erkrankung in Frankfurt behandelt worden, heißt es auf der Homepage. Auch seien mehrere Patienten mit SARS und dem Lassafieber sowie ein Patient mit dem Ebolavirus erfolgreich behandelt worden.
Die Isoliereinheit sei 2002 in ihrer modernen Form eröffnet und seitdem mehrfach modernisiert worden. Sie sei vorbereitet auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit den verschiedensten Krankheiten, darunter auch Ebola-, Marburg, Lassa- oder Krim-Kongofieber, sowie Affenpocken, MERS (Middle East Respiratory Syndrome) "und auch mit eventuell neu auftretenden, gefährlichen Erregern", heißt es.