Schnee und Straßenglätte haben am ersten Schultag nach den Winterferien zu Unterrichtsausfall an rund 450 Schulen in Hessen geführt. Die entsprechenden Entscheidungen hätten die Schulen jeweils vor Ort in Abstimmung mit den Schulämtern getroffen, sagte eine Sprecherin des hessischen Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.
Dass regional und vor Ort entschieden werde und nicht alle landesweit rund 1800 öffentlichen Schulen den Präsenzunterricht aussetzen, sei angesichts der regional unterschiedlichen Wetterlage "der richtige Weg".
Über Homepages, E-Mail und soziale Netzwerke informierten Schulen die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern über die Unterrichtsausfälle. Stattdessen würden teils Arbeitsaufträge zur Verfügung gestellt, sagte die Ministeriumssprecherin. Viele Schulen böten zudem eine Notbetreuung an.
Betroffen waren beispielsweise zahlreiche Schulen im Landkreis Waldeck-Frankenberg, im Wetteraukreis sowie im Rheingau-Taunus-Kreis, der Schüler und Eltern via Instagram gebeten hatte, auf die Webseite der jeweiligen Schule zu schauen und sich zu informieren.
Der Deutsche Wetterdienst hatte für Teile Hessens eine Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben. Am Vortag hatte das Bildungsministerium auf Anfrage erklärt: "Derzeit werden für Hessen Anfang der Woche keine extremen Witterungsverhältnisse gemeldet." Deshalb sei bisher "von einem normalen Schulstart nach den Ferien auszugehen". Dazu erklärte die Ministeriumssprecherin, die Wetterlage sei schwer einzuschätzen gewesen, deshalb seien die vielerorts kurzfristigen Entscheidungen eine gute Lösung.