Wetter 2025 deutlich weniger Blitze in Mecklenburg-Vorpommern

Es gab in Mecklenburg-Vorpommern 2025 viel weniger Blitze. (Archivbild) Foto: Patrick Pleul/dpa
Es gab in Mecklenburg-Vorpommern 2025 viel weniger Blitze. (Archivbild) Foto
© Patrick Pleul/dpa
Sehr viele Blitze gab es einer Statistik zufolge 2024 in Mecklenburg-Vorpommern - 2025 dann genau das Gegenteil. Doch warum war dieses Jahr so blitzarm?

2025 hat es in Mecklenburg-Vorpommern ungewöhnlich selten geblitzt. 2589 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids im Jahresverlauf. Das war ein großer Unterschied zu 2024, als besonders viele, nämlich 11.880 Blitze verzeichnet wurden. Die meisten Blitze gab es im Juni, nämlich 1128. Diese Entwicklung zeigt sich auch in den Zahlen für ganz Deutschland: Bundesweit (99.930) gab es nicht einmal halb so viele Blitze wie im Vorjahr, als das Sensornetzwerk der in Österreich ansässigen Experten 209.619 Einschläge registrierte.

Warum gab es so wenige Blitze?

Auch in den bis 2006 zurückreichenden Daten, die von Aldis/Blids vorliegen, findet sich kein Jahr, in dem es in Mecklenburg-Vorpommern auch nur annähernd so wenige Blitze gab wie im vergangenen. 

Doch warum war 2025 so blitzarm? Wetter ist komplex, die Antwort also vielschichtig, doch ein wichtiger Effekt ist relativ klar: In den meisten der gewitterträchtigen Monate war es schlicht zu trocken. Hohe Blitzzahlen gibt es typischerweise von Mai bis September, die allermeisten im Juni, Juli und August. Und laut Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es - abgesehen vom Juli und September - deutlich trockener als sonst. Zudem war es ausgerechnet im Juli zwischenzeitlich eher kalt. 

Feuchte, Energie und ein Hebeimpuls

Damit fehlte also relativ oft eine der zentralen Zutaten für Blitze: Für Gewitter brauche man feuchte und energiereiche Luftmassen, erklärt Tanja Egerer vom DWD. Zudem brauche es große Temperaturunterschiede zwischen oben und unten und einen Hebungsimpuls, der dafür sorgt, dass die Luft vom Boden nach oben kommt - sei es ein Gebirge, Hitze am Boden oder auch ein Impuls aus höheren Luftschichten. "Oft geht es um die Mittagszeit im Bergland mit Gewittern los, die dann abhängig von den Strömungsverhältnissen ins Umland ziehen", erklärt die Meteorologin.

Es kommt auf die Zählweise an

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Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze - also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken - und jeder Blitz nur einmal. Häufig kommt es nämlich vor, dass durch einen Blitzkanal in kürzester Zeit mehrere Entladungen fließen. Für Beobachter sieht das wie ein Flackern des Blitzes aus. In manchen Statistiken werden dann mehrere Blitze gezählt, in der hier vorliegenden nur einer.

dpa