Friedliche Veranstaltung 2000 Menschen in Bremen bei pro-kurdischer Demonstration

Auch am Mittwoch hatte es unter anderem in Bremen eine pro-kurdische Demonstration gegeben. Foto: Kai Moorschlatt/dpa
Auch am Mittwoch hatte es unter anderem in Bremen eine pro-kurdische Demonstration gegeben. Foto
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Mit Slogans und Transparenten ziehen Menschen durch Bremen und Hannover - es geht um Syrien. Warum es seit einigen Tagen Proteste vieler Kurden in Deutschland gibt.

In den Innenstädten von Bremen und Hannover sind erneut Hunderte Menschen zu pro-kurdischen Demonstrationen zusammengekommen. In der Hansestadt seien es in der Spitze rund 2000 Menschen gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der friedliche Protestzug habe auch Auswirkungen auf den Verkehr gehabt. Die Demonstration sei gegen 19.55 Uhr beendet worden. 

In Hannover gab es zwei Versammlungen in der Innenstadt: Eine erste Kundgebung auf dem Platz der Göttinger Sieben war nach Polizeiangaben gegen 17.00 Uhr zu Ende. Daran beteiligten sich den Angaben zufolge rund 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer friedlich. 

Danach habe es eine Spontanversammlung auf dem Ernst-August-Platz gegeben, an der sich etwa 100 Menschen beteiligt hatten. Auch diese Versammlung sei friedlich verlaufen.

Demonstrationen in vielen Städten

Bereits am Mittwoch gab es in Bremen, Hannover und Salzgitter pro-kurdische Proteste. Vereinzelt war Pyrotechnik gezündet worden. 

Hintergrund ist die Lage im Norden und Nordosten Syriens, wo Regierungstruppen mit den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) um Macht, Einfluss und Gebietskontrolle kämpfen. 

Seit Tagen gibt es in vielen deutschen Städten pro-kurdische Demonstrationen. Der kurdische Dachverband Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland ruft dazu auf, Rojava gemeinsam gegen die dschihadistischen Angriffe zu verteidigen. Die als Rojava bekannte kurdischen Selbstverwaltung im Nordosten Syriens ist Teil des langen Strebens der Kurden nach einem eigenen Staat.

dpa

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