Husten, Fieber, Schnupfen: Mehr als 1.100 Influenza-Erkrankungen hat das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Rheinland-Pfalz allein in der vergangenen Woche registriert. "Die Grippewelle hat sich mittlerweile flächendeckend auf Rheinland-Pfalz ausgebreitet", teilte die Sprecherin des LUA in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur mit.
In dieser Saison habe die Grippewelle rund vier Wochen früher begonnen als in der vergangenen Saison. In Zahlen: Seit Anfang Oktober gibt es bislang in Rheinland-Pfalz 4.645 bestätigte Influenza-Nachweise, während es letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt 1.149 waren, wie die Sprecherin sagte.
Zahlen werden noch weiter hochgehen
"Aufgrund der Entwicklung aus den Vorjahren erwarten wir, dass die Fallzahlen vorerst noch weiter ansteigen werden, bevor sie wieder zurückgehen." Ob es in dieser Saison insgesamt mehr oder weniger Fälle geben werde als in der Vorsaison, könne man nicht vorhersagen.
"Es gibt aber keine Anhaltspunkte dafür, dass die Erkrankung in dieser Saison schwerer verläuft als in früheren Jahren." Größere regionale Unterschiede gebe es nicht. Möglich seien aber immer einzelne "Hotspots" - zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen oder in Kindertagesstätten.
Grippeimpfung wird ab 60 Jahren empfohlen
Besonders betroffen von der saisonalen Influenza sind laut LUA grundsätzlich ältere Menschen und Menschen mit relevanten Vorerkrankungen. Für Menschen ab 60 Jahren gebe es ein erhöhtes Risiko. Daher werde dieser Gruppe eine jährliche Grippeimpfung empfohlen. Auch Kinder unter drei Jahren erkrankten häufig an Grippe, da ihr Immunsystem noch nicht ganz ausgereift sei.
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Influenza wird überwiegend über Tröpfchen übertragen, die beim Husten oder Niesen entstehen. Von einer Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen laut Robert Koch-Institut durchschnittlich ein bis zwei Tage. Typisch für eine Influenza ist das plötzliche Erkranken sowie Fieber, Husten, Halsschmerzen und Kopfschmerzen.