Mehr als 1.400 Männer haben am Wochenende eine Speichelprobe bei einer DNA-Reihenuntersuchung im Landkreis Ahrweiler abgegeben. Die Reihenuntersuchung ist Teil der Ermittlungen zum sexuellen Missbrauch einer Siebenjährigen im Juni 2025 in Oberdürenbach, wie die Polizei mitteilte. "Die bisherigen Ermittlungen haben leider nicht zur Ermittlung des Tatverdächtigen geführt", sagte Jürgen Fachinger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Koblenz, am Freitag. Die Reihenuntersuchung in Niederzissen begann am Freitag und wurde am Samstag und Sonntag fortgeführt.
Über die DNA-Reihenuntersuchung sollen Erkenntnisse über gewisse Übereinstimmungen gewonnen werden. Denn bei dem DNA-Abgleich lassen sich den Angaben zufolge Verwandtschaftsverhältnisse bis zum dritten Grad erkennen. Bereits im August 2025 hatte es eine DNA-Reihenuntersuchung der Polizei in Oberdürenbach gegeben. Wie viele Männer damals teilnahmen, teilten die Beamten nicht mit.
Der Tatverdächtige sei vermutlich zwischen 30 und 35 Jahren alt, sagte Fachinger. Angeschrieben und zur DNA-Untersuchung eingeladen worden, seien jedoch Männer zwischen 15 und 65 Jahren, auch um mögliche Verwandte zu finden. Insgesamt seien den Angaben zufolge mehr als 2.000 männliche Personen aus zehn Ortschaften im Umkreis von Oberdürenbach eingeladen worden. Die Teilnahme an der Untersuchung ist freiwillig. "Mit ersten Ergebnissen zu dieser sehr aufwendigen Maßnahme, von der sich die Ermittlungsbehörden weitere Ermittlungsansätze erhoffen, ist in einigen Wochen zu rechnen", so die Polizei.
Was war passiert?
Ein siebenjähriges Mädchen soll im Juni 2025 in Oberdürenbach (Landkreis Ahrweiler) von einem Mann angesprochen und zu einem nahegelegenen Reitplatz gelockt worden sein. Das Mädchen sei körperlich unverletzt, hieß es damals. Seither ermittelt die Kriminalpolizei Mayen wegen eines schweren Sexualdelikts zum Nachteil des Kindes.