Wetter Viel Feinstaub in der Hauptstadtregion – Besserung in Sicht

In Berlin und einigen Brandenburger Städten ist die Luftqualität derzeit äußerst schlecht. (Archivbild) Foto: Lilli Förter/dpa
In Berlin und einigen Brandenburger Städten ist die Luftqualität derzeit äußerst schlecht. (Archivbild) Foto
© Lilli Förter/dpa
Die Luft in Berlin und in einigen Brandenburger Städten ist äußerst schlecht. Anstrengende Aktivitäten im Freien sollten zumindest am Sonntag noch vermieden werden. Besserung ist in Sicht.

Die Luftqualität in Berlin und mehreren Brandenburger Städten ist in diesen Tagen infolge eines Hochdruckgebiets und der Kälte äußerst schlecht. Mit dem erwarteten Wetterumschwung in der Nacht und zum Wochenstart werde sich die Lage aber erheblich bessern, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdiensts für die Region. "Die erwarteten Niederschläge sorgen dafür, dass die Schadstoffkonzentration abnehmen wird." 

Die jüngste Frostphase mit einem Hochdruckeinfluss habe dafür gesorgt, dass die Luft am Boden nur sehr schwer in die oberen Schichten habe aufsteigen können. Kalte Luft sei zudem schwer und träge, wodurch es wenig Austausch gegeben habe. Zudem sei bei der Kälte viel geheizt worden, wodurch zusätzliche Schadstoffe in die Luft getragen worden seien. 

Daten des Umweltbundesamts zufolge sind vor allem Regionen im Osten und Süden von Berlin von der schlechten Luftqualität betroffen. Im Zentrum von Potsdam etwa lag der Wert für Feinstaub der Partikelgröße von bis zu 2,5 Mikrometer (PM2,5) derzeit bei 61 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), in Wildau sowie in Eisenhüttenstadt bei jeweils 58 µg/m³. Das ist alles deutlich über dem Grenzwert. In Frankfurt/Oder sieht die Situation mit 48 µg/m³ nur wenig besser aus. 

Luftqualität auch in Berlin schlecht bis sehr schlecht

Auch in der Hauptstadt ist die Luftqualität schlecht bis sehr schlecht. In Neukölln liegen die Werte bei 57 µg/m³, im Wedding bei 54 µg/m³. In Mitte ist die Feinstaubkonzentration etwas geringer. 

Der Grenzwert für Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 liegt dem Umweltbundesamt zufolge bei 25 µg/m³. Dieser Grenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit ist in der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung festgelegt. 

Die feinen Partikel können tiefer in die Atemwege eindringen, dort länger verbleiben und die Lunge nachhaltig schädigen, schreibt das Umweltbundesamt dazu. Wenn die Konzentration von Schadstoffen in der Luft steigt, sollten körperlich anstrengende Aktivitäten im Freien vermieden werden.

dpa

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