Die rheinland-pfälzische SPD-Chefin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat eine Aufarbeitung des Landtagswahlergebnisses angekündigt. Die Partei müsse die Wunde "aufrubbeln", damit sie heilen könne, sagte Bätzing-Lichtenthäler zur Eröffnung des Parteitags im rheinhessischen Nieder-Olm. Die CDU hatte die SPD bei der Landtagswahl am 22. März nach 35 Jahren als stärkste Partei abgelöst.
Hauptgrund für das Wahlergebnis sei die Gesamtsituation der SPD in Deutschland, sagte Bätzing-Lichtenthäler. "Aber das ist nur einer der Gründe." Daher sei ein strukturierter Aufarbeitungsprozess gemeinsam mit den Delegierten notwendig. Dafür sei eine Klausur Ende Mai geplant, um die Partei neu aufzustellen.
Die Parteichefin, die als Ministerin im nächsten Kabinett der großen Koalition in Mainz gehandelt wird, warb für den "mit viel roter Tinte geschriebenen" Koalitionsvertrag, über den später abgestimmt werden sollte.
Sie warb auch für einen selbstkritischen Weg nach innen und ein selbstbewusstes Auftreten nach außen - und betonte: "Wir sind auch solidarisch untereinander." Die Delegierten hatten Schweitzer zuvor mit minutenlangem Applaus empfangen.