Chemieindustrie
Bioraffinerie Leuna soll 2027 volle Kapazität erreichen

Bundesumweltminister Carsten Schneider und sein Länderkollege Armin Willingmann (beide SPD) besuchen die Bioraffinerie Leuna an
Bundesumweltminister Carsten Schneider und sein Länderkollege Armin Willingmann (beide SPD) besuchen die Bioraffinerie Leuna an der Seite von Matthias Schleicher, Direktor Operations. Foto
© Hendrik Schmidt/dpa

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Die Bioraffinerie in Leuna nimmt Fahrt auf: Ab 2027 soll sie komplett ausgelastet sein. Aus Holz werden neue Verpackungen, Klebstoffe oder Textilien. Fossile Rohstoffe werden ersetzt.

Die Bioraffinerie in Leuna soll im Lauf des kommenden Jahres ihre volle Produktionskapazität erreichen. "Nachdem Ende 2025 bereits die ersten kommerziellen Lieferungen von Industriezucker erfolgten, soll in den kommenden Wochen die Produktion von erneuerbaren funktionellen Füllstoffen beginnen, die in verschiedenen Gummi- und Plastikapplikationen eingesetzt werden", teilte das Umweltministerium in Magdeburg mit. 

Der finnische Konzern UPM investierte in die Raffinerie im Chemiepark Leuna 1,3 Milliarden Euro. Hier werden Biochemikalien aus Hartholz hergestellt und ersetzen fossile Rohstoffe. "Innovative Biochemikalien sind ein echter Gamechanger", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider, der mit Landesumweltminister Armin Willingmann (SPD) die Anlage besuchte. "Wenn aus Holz neue Verpackungen, Klebstoffe oder Textilien entstehen, dann spart das Plastik und hilft dem Klima." Willingmann sprach von der Bioraffinerie als "Leuchtturm der Bioökonomie", der den Chemiestandort Leuna stärke.

dpa