Fischsterben an der Oder Vergiftete Flüsse, verendete Fische: Dagegen kämpfte Umweltministerin Steffi Lemke schon in der DDR

Bundesumweltministerin und Grünen Politikerin Steffi Lemke
Bundesumweltministerin und Grünen Politikerin Steffi Lemke informiert sich über die Situation am Ufer des deutsch-polnischen Grenzfluss Oder, nachdem dort zu einem massenhaften Fischsterben kam
© Patrick Pleul/dpa 
Aufgewachsen ist sie in der Nähe des Chemiedreiecks Leuna–Buna–Bitterfeld. Gegen Gifte in Flüssen hat sie schon in den 1980er Jahre gekämpft. Umweltministerin Steffi Lemke und ihr erster großer Einsatzfall im Amt.

Gut möglich, dass ihr die Umweltkatastrophe an der Oder wie ein Déjà-vu vorkommt. Vergiftete Flüsse, verendete Fische – sie kennt das. Wegen genau solcher Sachen ist sie politisch aktiv geworden, damals in den Achtzigerjahren der DDR, als es noch Mut brauchte, sich zu engagieren. Natürlich ging es um Meinungsfreiheit und Demokratie, aber ihr ging es immer auch um den Schutz der Natur. Man darf getrost sagen, dass Steffi Lemke längst eine Grüne war, bevor es die Grünen im Osten überhaupt gab, bevor sie selbst '89 zur Mitgründerin der Partei wurde, grüne Bundestagsabgeordnete, dann Bundesgeschäftsführerin, parlamentarische Geschäftsführerin und nun, drei Jahrzehnte später, sogar Bundesumweltministerin.


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