Osterfest
Bischof Tobias Bilz: Osterfest macht Mut und Hoffnung

Auch die sächsischen Christen feiern das Osterfest mit Gottesdiensten, Metten oder Osterspaziergängen (Archivbild). Foto: Robert
Auch die sächsischen Christen feiern das Osterfest mit Gottesdiensten, Metten oder Osterspaziergängen (Archivbild). Foto
© Robert Michael/dpa
Die Christen feiern mit dem Osterfest die Auferstehung Jesu. Ostern gilt nicht nur als das wichtigste Fest der Christenheit, sondern auch als Fest der Hoffnung, des Neubeginns und Lebens.

Die Kirchen in Sachsen bereiten sich auf das wichtigste Fest der Christen vor. Überall wird in den Gotteshäusern auch im Freistaat Ostern gefeiert. Mit ihm wird an die biblische Auferstehung Jesu erinnert. Der evangelische Landesbischof Tobias Bilz wies deshalb auf die Auferstehungsbotschaft hin."Angesichts von Leid und Tod - spürbar in den Kriegen unserer Zeit und in den persönlichen Schicksalen vieler Menschen - halten Christen daran fest: Gottes Möglichkeiten enden nicht am Grab." 

Ostern - die göttliche Pointe nach dem Ende

"Nichts ist so ausweglos wie der Tod – und zugleich ist nichts so hoffnungsvoll wie der Glaube, dass Gott ihn überwindet. Wenn selbst nach diesem letzten Schrecken ein Neuanfang möglich ist, dann bleibt er immer möglich", betonte der Bischof. Ostern sei "die göttliche Pointe nach dem Ende" – und ein "Fest, das Mut macht, widerständig und fröhlich werden lässt und Hoffnung schenkt."

Erwachsenentaufen und Konfirmationen in der Frauenkirche Dresden

Nach Angaben der Landeskirche finden in der Nacht von Karsamstag zu Ostersonntag in einigen Kirchen Osternachtfeiern statt. In der Dresdner Frauenkirche werden dann auch Erwachsenentaufen und Konfirmationen vorgenommen. Im Gottesdienst besteht die Möglichkeit, einen persönlichen Segen zu empfangen. In der Versöhnungskirche in Dresden gibt es eine Jugendosternacht, die gemeinsam mit Osterbrotbacken, Essen, Andacht, Spielen, Musik und Stille verbracht wird.

Osterwanderung von Kamenz nach Elstra

Die Kirchgemeinden in Kamenz und Umgebung laden am Karsamstag zu einer Osterwanderung von Kamenz nach Elstra und zurück ein. Die Wanderung endet erst eine Viertelstunde nach Mitternacht und umfasst so beide Tage. Sie soll an den Weg erinnern, den Jesus während seines Leidens, Todes und nach seiner Auferstehung gegangen ist.

In Leipzig steht die Nathanaelkirche die bis zum frühen Sonntag offen - in der von Kerzen erleuchteten Kirche finden im Rahmen einer Osternachtwache zur halben und vollen Stunde biblische Lesungen statt.

Ostermetten in der Frühe

Neben Osterfeuern ist in Sachsen auch die Tradition der Ostermetten weit verbreitet, in denen sich Christen am frühen Morgen des Ostersonntags in der noch dunklen Kirche versammeln und mit dem Anzünden der Osterkerze die Auferstehung Jesu feiern. Vor den Kirchen brennen Osterfeuer, an denen die Osterkerze entzündet und gemeinsam in die noch dunkle Kirche getragen wird.

Osterfrühstück und Osterspaziergang  

Am Vormittag des Ostersonntags laden die Kirchgemeinden zu Fest- und Kantatengottesdiensten ein. Häufig werden Familiengottesdienste angeboten, in denen Kinder und Familien im Mittelpunkt stehen und Taufen stattfinden, hieß es. Auch das Osterfrühstück oder ein Osterspaziergang gehört für viele Menschen zur Tradition. 

Am Ostermontag können die Besucherinnen und Besucher an vielen Orten Gottesdienste erleben, in denen die Kirchenmusik mit Chören und Bläsern eine besondere Rolle spielt. Häufig wird in den Ostermontagsgottesdiensten zum Heiligen Abendmahl eingeladen. Am Nachmittag und Abend finden Konzerte statt, die weiterhin Tod und Auferstehung in den aufgeführten Werken thematisieren.

Bach-Werke als Begleitmusik

Die Musik von Johann Sebastian Bach gehört vielerorts dazu. In den Gottesdiensten erklingen seine Kantaten. Auch die Matthäuspassion und die Johannespassion sind die Begleitmusik zum Fest. Der Dresdner Kreuzchor führt die Matthäuspassion am Donnerstag und Freitag auf.

dpa