Vermisstensuche läuft
Hauseinsturz in Görlitz: Verkehr wegen Einsatz eingeschränkt

Die Einsatzkräfte müssen vorsichtig arbeiten. Foto: Sebastian Kahnert/dpa
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Autofahrer in Görlitz müssen mit Umleitungen rechnen. Nach dem Hauseinsturz wird weiterhin nach Vermissten gesucht – es gibt Sperrungen.

Wegen des Einsatzes an dem eingestürzten Haus in Görlitz kommt es derzeit dort zu Einschränkungen für Autofahrer. Im gesamten Stadtgebiet sei auch am Mittwoch bis auf weiteres damit zu rechnen, teilte die Polizei mit. In der James-von-Moltke-Straße unweit des Bahnhofs war am Montagabend ein Haus eingestürzt. Grund dafür war möglicherweise eine Gasexplosion. 

Auf der James-von-Moltke-Straße sei normalerweise viel Verkehr, erklärte eine Sprecherin der Polizei. Autofahrerinnen und Autofahrer müssten den Bereich der Unfallstelle umfahren, außerdem gebe es in der Straße eine Baustelle, die ebenfalls für Einschränkungen sorge. Zudem sei die Kreuzung James-von-Moltke-Straße/Dr.-Kahlbaum-Allee/Blockhausstraße gesperrt. Dort würden unter anderem Maschinen bereitgestellt, die für den Einsatz am eingestürzten Haus benötigt werden. 

Auch Menschen, die nach Polen reisen, müssten mit Änderungen in der Verkehrsführung rechnen, hieß es. Die Sperrungen wegen des Einsatzes lägen laut Polizeisprecherin auf dem Weg zum Grenzübergang nach Polen. Verkehrsteilnehmern würden Ausweichstrecken über Radmeritz, Hagenwerder sowie Ludwigsdorf empfohlen, erklärten die Beamten. 

Weiterhin keine Verletzten oder Toten gefunden

An der Unfallstelle wird nach drei Menschen gesucht. Von zwei Frauen und einem Mann fehlt jedes Lebenszeichen. Einer Sprecherin der Feuerwehr nach könne sich die Zahl der Opfer noch erhöhen, da nicht auszuschließen sei, dass sich zum Zeitpunkt des Einsturzes Menschen auf dem Gehweg vor dem Haus befunden hatten. 

Neben deutschen und polnischen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk steht auch eine Hundestaffel am Unfallort bereit. Sie soll nach Bedarf eingesetzt werden. 

Trotz Gefahr durch Gas: Bagger und Kram im Einsatz

Die Vermisstensuche wurde auch 24 Stunden nach dem Einsturz noch dadurch erschwert, dass unter den Trümmern Gas austreten könnte. Deshalb mussten die Einsatzkräfte sehr vorsichtig arbeiten und konnten nicht alle Geräte und Maschinen einsetzen. Seit Dienstagnachmittag sind allerdings ein Bagger und ein Kran im Einsatz. Mitarbeitende der Stadtwerke frästen derweil die Straße auf, um an die Gaszufuhr zu gelangen. 

Nach Angaben der Polizei soll die Suche nach den Vermissten auch in der Nacht zu Mittwoch fortgesetzt werden. Zwar wurden erste Trümmerteile abgetragen. Dennoch werde derzeit ausschließlich nach möglichen Opfern gesucht und nicht aufgeräumt, betonte eine Polizeisprecherin.

dpa