Ein für Laien ungewöhnliches und für Fans besonderes Spektakel steht am Wochenende mit der Hobby Horse-Expo in Eisenberg (Saale-Holzland-Kreis) an. Zu der Fachmesse erwartet Veranstalterin Elisabeth Markloff zwischen 200 und 500 Besucherinnen und Besucher in der Stadthalle. "Es ist die erste Messe im Hobby Horse-Sport in Deutschland überhaupt", sagt Markloff.
"Es ist ein Community-Treffen, bei dem Hobby Horse-Sportler, aber auch Interessierte von klein bis groß zusammenkommen." Zuvor hatte der MDR berichtet.
Beim Hobby Horsing werden Elemente aus dem Pferdesport, etwa aus Dressur- oder Springreiten ohne Tiere nachgestellt. Stattdessen kommt ein Stockpferd ("hobby horse") zum Einsatz.
Sportler aus ganz Deutschland und Trainer aus Finnland
Die Messe solle die Vielfalt des Sports aufzeigen, bei Workshops und Wettbewerben kämen Neulinge und schon versierte Sportler auf ihre Kosten, so Markloff, die selbst eine Reitschule in Weißenborn bei Bad Klosterlausnitz betreibt. Angemeldet seien bereits 50 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland und aus Österreich. Aus Finnland, wo der Nischensport seinen Ursprung hat, werden Trainer erwartet.
Zu den Höhepunkten zählen die Wettbewerbe zur Qualifikation für die Europameisterschaft im Hobby Horsing im Juni in Prag. Zudem werden Darstellerinnen aus dem Kinder-Spielfilm "Pferd am Stiel" zu Gast sein. Zum Programm gehört auch ein Hobby Horse-Kindermusical. "Das habe ich mit meiner Hobby Horse-Gruppe einstudiert", erklärt Markloff.
Trockenübungen für Reitschüler
Hobby Horsing sei etwa für Kinder gut geeignet, die Reiten lernen wollen, um theoretisches Wissen zum Umgang mit Pferden praktisch anwenden und auch ohne eigenes Tier zu Hause üben zu können. "Da geht es dann zum Beispiel um Zügelhaltung, oder ums Auf- und Abhalftern." Zudem sollten Reitsportler zusätzlich zum Reiten noch einen weiteren Sport ausüben, um generell ihre Fitness und auch die nötige Körperspannung zu fördern. Auch da biete sich Hobby Horsing an.
Sie räumt wohl ein, dass es sich beim Hobby Horsing um eine mindestens "außergewöhnliche" Sportart handelt. Ihrer Einschätzung nach interessieren sich Menschen zunehmend dafür: "Ich erlebe immer mehr Zuspruch, und auch Eltern zeigen immer seltener eine kritische Haltung." Illusionen will sie sich aber nicht hingeben: "Ich würde mich natürlich freuen, aber ich gehe nicht davon aus, dass es jemals so populär wird wie Fußball."