In Thüringen sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Magen-Darm-Infektionen aufgetreten. So habe sich die Zahl der Norovirus-Erkrankungen 2025 mit rund 7.400 Fällen im Vergleich zum Jahr zuvor fast verdoppelt (2024: 3.800 Meldungen). Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf Daten der meldepflichtigen Infektionskrankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI).
Demnach wurden im vergangenen Jahr auch 2.200 Rotaviren-Infektionen aus Thüringen gemeldet und damit ein Drittel mehr als 2024 (rund 1.700 Fälle). Beide Erkrankungen hätten besonders die jüngsten und die ältesten Thüringerinnen und Thüringer getroffen, hieß es weiter.
Hochansteckende Viren
Die Infektionen äußern sich vor allem durch Erbrechen und Durchfall. Da die darin enthaltenen Viren hochansteckend sind, verbreiten sich die Infektionen vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Altenheimen oder Krankenhäusern. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des RKI empfohlene Schluckimpfung gegen Rotaviren schütze die Jüngsten vor schweren Krankheitsverläufen.
Vergangenes Jahr wurden außerdem fast 1.000 Keuchhustenfälle aus Thüringen an das RKI gemeldet - davon mehr als die Hälfte bei Kindern bis 14 Jahren. Bei Windpocken wurden zwar mit rund 470 deutlich weniger Fälle gemeldet, die Verteilung ist aber noch deutlicher: 395 der gemeldeten Windpockenfälle betrafen Kinder bis 14 Jahre. Beide Erkrankungen ließen sich durch eine Impfung vermeiden, so die TK.