Polizei Interne Polizeiermittlungen künftig Aufgabe des LKA

Maier zieht Konsequenzen aus Fehlern bei internen Ermittlungen (Archivbild) Foto: Martin Schutt/dpa
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Innenminister Georg Maier steht wegen Fehlern des Bereichs internen Ermittlungen der Polizei in der Kritik. Vor einer Landtagssitzung, in der es auch darum gehen soll, werden Konsequenzen bekannt.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat auf die lange Debatte über Fehler des Bereichs "Interne Ermittlungen" der Landespolizei reagiert. Die Einheit sei zum Jahresende 2025 aufgelöst worden, sagte ein Ministeriumssprecher in Erfurt. Die Aufgaben seien einer neu gegründeten Ermittlungsgruppe "Amtsdelikte" im Landeskriminalamt (LKA) übertragen worden. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

Hintergrund ist Kritik am Vorgehen der internen Ermittler gegen Polizeigewerkschafter sowie Polizisten in Saalfeld. Untersucht wurde unter anderem möglicher Geheimnisverrat. Den Ermittlern wurde vorgeworfen, das Prinzip der Verhältnismäßigkeit verletzt zu haben. Das wurde teilweise auch von Gerichten so gesehen. Die Einheit untersucht möglicherweise strafrechtlich relevante Vorwürfe gegen Polizisten.

Sondersitzung des Landtags beschäftigt sich damit 

Eine von der AfD beantragte Sondersitzung des Landtags wird sich an diesem Freitag unter anderem mit dem Agieren des Bereichs und der Verantwortung Maiers befassen. Eine Lösung, bei der das LKA eine Rolle spielt, hatte Maier bereits Ende November angekündigt. Beim Landeskriminalamt, und nicht wie bisher beim Innenministerium, solle dann auch die Fachaufsicht über die internen Ermittler liegen, hatte der SPD-Politiker damals gesagt. 

Wie das Ministerium jetzt bestätigte, soll die Ermittlungsgruppe "Amtsdelikte" in das Dezernat Wirtschaftskriminalität eingebunden werden. Die bisher tätigen internen Ermittler werden laut MDR überwiegend in das LKA versetzt. MDR-Angaben, wonach der bisherige Leiter nun im Sachgebiet Verkehrsaufgaben der Landespolizeidirektion arbeite, wollte das Ministerium nicht bestätigen. Zu Personalfragen werde "traditionell keine Auskunft" gegeben. 

Linke will unabhängige Ermittlungseinheit 

Der Innenpolitiker der Linke-Fraktion, Ronald Hande, sprach von einem Schnellschuss des Innenministeriums. "Wenn die internen Ermittlungen künftig beim LKA angesiedelt werden, ermittelt künftig Polizei gegen Polizei, während Dienst- und Fachaufsicht dann ebenfalls innerhalb der Polizei liegen", so Hande. Er plädierte für unabhängige Ermittlungsstrukturen außerhalb von Polizei und Innenministerium. 

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Hintergrund der internen Ermittlungen war unter anderem der Verdacht auf Geheimnisverrat durch Gewerkschafter der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Das Innenministerium hatte 2025 einen Revisor beauftragt, das Vorgehen der internen Ermittler zu überprüfen. Der Abschlussbericht ist geheim.

dpa

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