HOME

Appetitzügler: Buschmann-"Kaugummi" gegen Fettleibigkeit

Buschmänner aus der Kalahari kauen sie seit Jahrtausenden gegen Hunger und Durst: Hoodia, eine Kaktuspflanze. Nun will Pfizer nach seinem Erfolg mit der Potenzpille Viagra das große Geschäft mit dem Appetitzügler machen.

Kaktus zügelt Hungergefühle

Der kniehohe Kaktus wirkt stachelig, unscheinbar und wenig nahrhaft. Hoodia heißt die Pflanze, die am Rande der Kalahari-Wüste gedeiht und den Buschmännern auf ihren langen Jagdausflügen den Appetit verdirbt. Seit Jahrtausenden schon schieben sie sich ein Stück Kaktus in den Mund, kauen darauf herum und unterdrücken so für lange Zeit Hunger- und Durstgefühle. Diesen Erfahrungsschatz will der durch die Potenzpille Viagra bekannt gewordene Pharmakonzern Pfizer nun heben und als Appetitzügler für Fettleibige auf den Markt bringen. Allein in den USA wird sein Volumen auf 3 Milliarden Dollar (rund 3 Milliarden Euro) geschätzt. Die klinische Erforschung der P57 genannten Substanz geht bereits ins dritte Jahr.

Wirkstoff wurde 1996 patentiert

Ein als wegweisend gewertetes Abkommen mit den Buschleuten machte nun auch ethisch den Weg für die erfolgreiche Vermarktung des künftigen Schlankheitsmittels frei. Der am Rande der Kalahari unterzeichnete Vertrag sieht die finanzielle Beteiligung der San an der Vermarktung des neuen Wunderpräparats vor. Denn die San - so der korrekte Name der südafrikanischen Ureinwohner - fühlten sich buchstäblich übers Ohr gehauen, als der fragliche Wirkstoff 1996 patentiert wurde. Südafrikas Rat für Wissenschaftliche und Industrielle Forschung (CSIR) hatte ihn isoliert und dann die Rechte für die Entwicklung an die britische Firma Phytopharm plc verkauft, die sie wiederum für 21 Millionen Dollar an den Pfizer-Konzern verkaufte.

Vorwurf der Biopiraterie

Über die Grenzen des Nach-Apartheid-Staates hinaus erscholl damals der Vorwurf der "Biopiraterie". Westliche Konzerne bedienten sich des Wissens der Ureinwohner, zahlten ihnen aber nichts - ein Phänomen, das auch im vergangenen Jahr den Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg beschäftigte. Im Falle des Hoodia-Kaktus entdeckten beide Seiten jedoch recht schnell, dass sie im Gegeneinander nur verlieren konnten. Den weit über den Süden Afrikas verstreut lebenden San fehlte das Geld für die auf 500 Millionen Dollar geschätzte Entwicklung der Substanz. Der Pharmaindustrie dagegen drohten gerichtliche Auseinandersetzung und Imageverlust.

Ureinwohner erhalten vier Jahre lang 1,5 Millionen Euro jährlich

Nach dem nun ausgehandelten Modell erhält der San-Rat - er repräsentiert die rund 100 000 Mitglieder der verschiedenen Stämme - über vier Jahre eine Anzahlung von 1,5 Millionen Euro, wenn aus dem Kaktus ein erfolgreiches Schlankheitspräparat wird. Außerdem werden bei der für frühestens 2008 erwarteten P-57-Markteinführung von den an die CSIR zu zahlenden Lizenzgebühren 6 Prozent für den Fonds des San-Rates fällig. Weiter hat sich Pfizer nach CSIR-Angaben verpflichtet, Hoodia-Pflanzen in Südafrika zu kultivieren, sollte es natürliche Substanzen zur Grundlage seines künftigen Schlankheitsmittels machen. "Wir respektieren den Reichtum und den Wert eures traditionellen Wissens", erklärte CSIR-Chef Sibusiso Sibisi bei der Vertragsunterzeichnung.

Die Wirkung der auch als Fitmacher von den Ureinwohnern genutzten Pflanze war bereits auch Südafrikas Militärs aufgefallen, die San- Jäger als Späher und Fährtenleser einsetzten. Sie hatten sich gewundert, wieso die schmächtigen Buschleute so lange und ausdauernd ohne Essen und Trinken in einer feindlichen Umgebung auskommen können.

Ralf E. Krüger

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(