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Autsch!: Das hilft bei einem Wespenstich

Wespen sind an sich friedliebende Tiere. Doch sie können auch ihren Stachel ausfahren, etwa wenn sie sich bedroht fühlen. Was hilft, wenn die Insekten zugestochen haben?

Wehrhaftes Insekt: Wespenstiche schmerzen - sind in den meisten Fällen aber harmlos. Nur Allergiker müssen auf der Hut sein.

Wehrhaftes Insekt: Wespenstiche schmerzen - sind in den meisten Fällen aber harmlos. Nur Allergiker müssen auf der Hut sein.

Derzeit stürzen sie sich wieder in Scharen auf Obstkuchen, knabbern an Zuckerstreuseln und machen sich über Wurstbrote her: Wespen sind lästig, und sie haben eine wehrhafte Waffe, wenn sie sich bedroht fühlen: ihren Stachel. Wer nach den Tieren schlägt, sie verjagen oder wegpusten will, riskiert, dass sie zustechen. Was ist dann zu tun?

1. Keine Panik

Wespenstiche am Körper sind ausgesprochen unangenehm: Die Haut direkt um die Einstichstelle schmerzt oder juckt, färbt sich rot und schwillt an. Das tut zwar weh, doch für Nicht-Allergiker sind Wespenstiche meist ungefährlich. Vermeiden Sie deshalb Panik und Unruhe. Die gestochene Person sollte sich in den Schatten setzen oder ins Haus gehen. In jedem Fall ist es ratsam, sich von der Wespe zu entfernen. Sie kann, anders als Bienen, mehrfach zustechen. Im Anschluss können Sie den Stich  mit Pads aus dem Eisschrank kühlen. Das lindert die Schwellung und die Schmerzen. Vorher ein Tuch um die Beutel wickeln, sonst sind sie zu kalt.

Wurden Sie selbst gestochen, informieren Sie Ihre Mitmenschen darüber. Sie können im Falle einer allergischen Reaktion dann sofort helfen und gegebenenfalls den Notarzt informieren.

Anders verhält es sich bei Stichen im Gesichts- und Halsbereich oder in Mund und Rachen: Alarmieren Sie dann umgehend den Rettungsdienst über die Rufnummer 112. Das Lutschen von Eiswürfeln kann die Bildung von Schwellungen verlangsamen. Auch bei Nicht-Allergikern können Stiche in diesen Bereichen sehr dick werden, sodass sie keine Luft mehr bekommen. Dann besteht Lebensgefahr.

2. Nach Allergien fragen und auf Warnzeichen achten

Erkundigen Sie sich in jedem Fall bei dem Betroffenen, ob eine Allergie gegen Insektenstiche vorliegt. Allergiker tragen meist ein Set mit Medikamenten für den Notfall mit sich. Helfen Sie gegebenenfalls bei deren Einnahme.

Auch wenn keine bekannte Allergie vorliegt, ist es ratsam, bei der betroffenen Person zu bleiben, deren Reaktionen und die Einstichstelle zu beobachten. Kommen weitere Symptome dazu, etwa übermäßige Schwellungen, Schwindel, Ausschlag oder Atemnot, informieren Sie umgehend den Rettungsdienst über die Rufnummer 112.

Allergiker können einen anaphylaktischen Schock entwickeln - einen allergischen Notfall. Dabei bricht der Kreislauf zusammen, der Betroffene wird ohnmächtig und kann nicht mehr atmen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Herzkreislaufstillstand. Beginnen Sie in diesem Fall sofort mit der Wiederbelebung.

3. Für das nächste Mal vorbeugen

Im Idealfall kommt es erst gar nicht zu einem Wespenstich. Dafür gibt es ein paar Dinge, die es zu beachten gilt: Kontrollieren Sie Speisen und Getränke vor dem Verzehr, wenn Sie im Freien essen. Wespen können sich unter Wurstscheiben oder in Getränkedosen verstecken. Bleiben Sie ruhig, wenn eine Wespe erscheint und schlagen Sie nie nach dem Tier. Das gilt insbesondere dann, wenn Kinder in der Nähe sind. Die Panik, die viele Kinder entwickeln, sobald sich eine Wespe nähert, ist meist von den Eltern anerzogen.

ikr
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