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Psyche: Onlinehilfe bei Depression - diese vier Angebote empfiehlt Warentest

Stiftung Warentest hat acht Online-Selbsthilfe-Programme gegen Depression unter die Lupe genommen. Lassen sich psychische Probleme virtuell lindern? Ja, sagen die Tester. Empfehlenswert sind aber längst nicht alle Angebote. 

Warentest prüft Onlinetherapie bei Depression: Eine junge Frau sieht aus dem Fenster

Online gegen Depressionen: Stiftung Warentest hat acht Programme geprüft und bewertet vier Angebote mit "empfehlenswert"

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Lassen sich psychische Probleme online behandeln? Ja, sagt Stiftung Warentest nach dem Test von acht Online-Selbsthilfe-Angeboten gegen Depression. Erkrankte, die ein solches Angebot nutzen wollen, sollten aber nicht auf gut Glück wählen: Vier Angebote schneiden laut Warentest "empfehlenswert" ab. Drei weitere Programme sind "eingeschränkt empfehlenswert". Das Angebot der Techniker Krankenkasse - der TK-DepressionsCoach - konnte nicht bewertet werden. Die Tester bekamen selbst auf Nachfrage keinen Zugang.

Die Testsieger

Empfehlenswert sind "Deprexis 24", "Moodgym" sowie zwei Angebote von "Get.on" - eines für die Akutbehandlung und eines zur Prävention. Das Konzept der vier Angebote überzeugte. Außerdem gibt es wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit belegen.

Die Anbieter "Get.On" und "Deprexis" kooperieren mit verschiedenen Krankenkassen, was bedeutet: Die Kassen tragen die Kosten für ihre Mitglieder. "Deprexis 24" arbeitet beispielsweise mit den Krankenkassen DAK, IKK Südwest und Viactiv zusammen; "Get.On" mit Audi BKK, Barmer und SVLFG.

Ein Vorteil von "Moodgym" ist der niederschwellige Zugang: Nutzer können sich gratis unter einem Pseudonym anmelden und müssen keine Mail-Adresse hinterlegen. 

Die Angebote im Test basieren auf der kognitiven Verhaltenstherapie, einer anerkannten psychotherapeutischen Methode. Die Onlineprogramme bieten mehrere Module an, die Anwender in der Regel ein- bis zweimal in der Woche bearbeiten. Problemlöse- und Entspannungstechniken sind auch oft Teil der Programme. Fragebögen zur Stimmung helfen, Gefühle besser zu verstehen und Fortschritte festzuhalten. Da jedes Programm auch Besonderheiten mit sich bringe, sollten Anwender bei Unzufriedenheit ein weiteres Angebot ausprobieren, rät Stiftung Warentest.

Hilfe bei Depression: Für wen sind Onlinetherapien geeignet?

Online-Hilfen können vor allem leichte bis mittlere Symptome lindern, für schwere Leiden sind sie dagegen nicht gedacht. Hier hilft ein Profi vor Ort. Die Angebote im Netz können klassische Therapien begleiten oder die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrücken, die Diagnose beim Arzt ersetzen sie aber nicht. Einige Erkrankte wünschen sich keine Therapie vor Ort - auch hier können Online-Angebote eine Alternative sein.

Bei suizidalen Gedanken kommt es auf eine schnelle persönliche Hilfe an - zum Beispiel unter der Notrufnummer 112 oder der Durchwahl der Telefonseelsorge (0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222).

Auf einen regulären Therapieplatz warten Erkrankte manchmal Monate. Betroffene können sich auch an die Terminservicestellen der Bundesländer wenden, die Termine für ein Erstgespräch beim Psychotherapeuten vergeben. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

Die vollständigen Testergebnisse gibt es gegen Gebühr hier.

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ikr
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