HOME

Erkrankungswelle in den USA: Lungenkrankheit durch E-Zigaretten? US-Gesundheitsbehörden mahnen zu mehr Vorsicht

Sie husten, haben Fieber, müssen teilweise beatmet werden: Nach der mysteriösen Erkrankungswelle im Zusammenhang mit E-Zigaretten suchen Experten immer noch nach dem Auslöser. Gesundheitsexperten geben derweil konkrete Empfehlungen.

Lungenkrankheit in den USA: Ein Mann zieht an einer E-Zigarette

Gesundheitsrisiko E-Zigarette? In den USA sind mehr als 200 Menschen an einer mysteriösen Lungenkrankheit erkrankt

Getty Images

Nach der mysteriösen Erkrankungswelle in den USA mit mehr als 200 Betroffenen mahnen Gesundheitsexperten zu mehr Vorsicht im Umgang mit E-Zigaretten. Die "Centers for Disease Control und Prevention" (CDC) und die Arzneimittelaufsicht FDA warnen in einer gemeinsamen Mitteilung davor,

  • "Liquids" eigene Stoffe hinzuzufügen, die nicht vom Hersteller vorgesehen sind
  • "Liquids"auf der Straße zu kaufen
  • Vaping-Geräte auf der Straße zu kaufen oder sie nachträglich zu verändern.

Unabhängig von den aktuellen Ermittlungen, sollten E-Zigaretten grundsätzlich nicht von Jugendlichen, jungen Erwachsenen, schwangeren Frauen sowie Erwachsenen verwendet werden, die derzeit keine Tabakprodukte verwenden. "Wenn Sie E-Zigaretten verwenden, sollte Sie auf Symptome wie Husten, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen achten und unverzüglich einen Arzt aufsuchen, wenn Sie Bedenken hinsichtlich Ihrer Gesundheit haben", heißt es in der Mitteilung weiter.

Bislang seien 215 Erkrankungsfällen in 25 US-Bundesstaaten gemeldet worden. Weitere Verdachtsfälle werden derzeit geprüft. Am 22. August war bekannt geworden, dass es auch einen Todesfall in Zusammenhang mit der schweren Lungenerkrankung gegeben hat. Laut Gesundheitsministerium im Bundesstaat Illinois sei eine Person gestorben, nachdem sie mit "einer schweren, ungeklärten Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden war". 

Cannabis-Wirkstoffe im Verdacht

Bislang ist die Ursache der Erkrankungen unklar. Es werde derzeit untersucht, ob es Zusammenhänge zwischen den Erkrankungen und einzelnen Produkten oder Substanzen gebe, teilten die Behörden mit. Dafür seien rund 80 Proben entnommen worden, die nun untersucht werden. In vielen Fällen hätten die Patienten angegeben, den E-Zigaretten die Cannabis-Wirkstoffe THC oder CBD zugesetzt zu haben.

Die Untersuchung sei auch deshalb so schwierig, weil die Patienten unterschiedliche Krankheitsverläufe zeigten, heißt es weiter. Viele Patienten berichteten über einen allmählichen Beginn der Symptome, einschließlich Atembeschwerden bis hin zu Atemnot und Brustschmerzen. Andere Betroffene litten dagegen unter anderen Symptomen wie Erbrechen, Durchfall, Fieber oder Müdigkeit.

Quelle: Centers for Disease Control and Prevention

ikr

Wissenscommunity