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Epidemie: Erster SARS-Fall in Deutschland

Ein 72-jähriger deutscher Asien-Reisender ist an der mysteriösen Lungenkrankheit erkrankt. Er wird in Hemer behandelt und scheint, wie die Klinik meint, die Krankheit inzwischen weitgehend überstanden zu haben.

Bei einem 72-jährigen Patienten der Lungenklinik im sauerländischen Hemer ist die gefährliche Lungenkrankheit SARS nachgewiesen worden. Das Krankenhaus berichtete am Dienstag, das Hamburger Tropeninstitut habe im Bronchialsekret des Patienten das Virus nachgewiesen, das inzwischen als SARS-Erreger gelte.

Der 72-Jähriger war nach einer Asienreise mit den Stationen Hanoi und Singapur erkrankt, hat aber inzwischen die Krankheit weitgehend überstanden. "Der Patient ist inzwischen fieber- und beschwerdefrei", hieß es in einer Erklärung der Klinik. Es gelte als unwahrscheinlich, dass er jetzt noch Virusmaterial aushusten könne. Doch werde er sicherheitshalber weiterhin auf der Isolierstation der Lungenklinik untergebracht, bis diesbezügliche Test abgeschlossen seien.

Gründliche Umfelduntersuchungen durch die Gesundheitsämter hätten keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass der Patient vor der stationären Behandlung irgendjemanden angesteckt haben könnte, betonte das Krankenhaus. Der Fall zeige, dass die Viruserkrankung auch ohne spezielle Maßnahmen folgenlos überstanden werden könne und vernünftige, rechtzeitige Isolierungsmaßnahmen ein Verbreiten der Erkrankung verhindern könnten.

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