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Ernährung, Sport, Lebensstil: Krankheiten vorbeugen, gesund leben - vier Tipps für jedes Lebensalter

Ein gesunder Lebensstil kann dabei helfen, Krankheiten vorzubeugen. Die gute Nachricht lautet: Es ist nie zu spät, seinen Körper zu stärken. Und auch gar nicht so schwer. Wir geben vier Tipps für jedes Lebensalter.

Eine Frau trinkt einen grünen Smoothie.

Eine gesunde Ernährung kann Krankheiten vorbeugen

Alter 10-25 Jahre

Lust auf Essen

"In den frühen Jahren wird der Grundstein dafür gelegt, wie man sich später ernährt", sagt die Medizinerin Annette Becker von der Uni Marburg. Die Kleinen sollten zu Hause erleben, wie eine gesunde Ernährung aussieht und wie gut sie schmecken kann.

Sport mit Spaß

Kinder und Jugendliche, die sich oft und viel bewegen, profitieren enorm: Ihr Risiko, schon früh an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken, ist geringer; sie sind seltener dick und fühlen sich besser. Muskeln fördern die Gehirnleistung, ihre schulischen und kognitiven Fähigkeiten.

Impfungen ernst nehmen

Wer als Kleinkind nicht gegen Masern, Mumps oder Röteln immunisiert wurde, sollte das jetzt nachholen. Humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs verursachen können, werden durch Sexualkontakte übertragen. Mädchen wird empfohlen, sich vor dem ersten Sex impfen zu lassen.

Medikamente reduzieren

Der Körper verfügt über erstaunliche Selbstheilungskräfte. Wer diese Erfahrung macht, stärkt seine Gesundheit. Schrammen und Schnupfen heilen meist von allein, Antibiotika helfen bei Erkältungen wenig.

Eine Frau isst Nudeln.

Alter ab 45

Kalorien senken

Spätestens in dieser Lebensphase sollte man kalorienarme, aber nährstoffreiche Lebensmittel essen. Also: Gemüse und Obst. Vollkornprodukte enthalten Kohlenhydrate, Eiweiß und Ballaststoffe. Fette Salami lässt sich durch mageren Bratenaufschnitt oder Schinken ersetzen.

Abschied von der Zigarette

Fällt schwer, bringt aber unglaublich viel: Einer Studie zufolge gewinnt, wer bis zum 44. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhört, durchschnittlich noch neun Lebensjahre hinzu; wer den Entzug bis 54 schafft, immerhin sechs Jahre. Helfen können: psychologische Unterstützung, Nikotin-Kaugummis oder Medikamente.

Loslaufen

Ungerecht, aber wahr: Wer nun beginnt, regelmäßig Sport zu treiben, kann – statistisch gesehen – für die Gebrechen des Alters ebenso gut gerüstet sein wie diejenigen, die schon immer aktiv waren. Noch länger sollte man allerdings nicht warten: Mit 60 lassen sich die Folgen der Faulheit kaum noch ausgleichen.

Runterkommen

Wer aufgrund von Stress schlecht schläft, private Treffen absagt, panisch auf Fristen reagiert oder oft krank ist, sollte seine Arbeitsbelastung kritisch hinterfragen. Muss der Tag wirklich so vollgepackt sein? Welche Jobs lassen sich delegieren? Helfen können bewusste Ruhepausen und eine realistische Planung. Womöglich begleitet von einem Arzt oder Coach.

Abnehmtipps: So sparen Sie täglich Kalorien - ohne zu hungern
Tipp 1: Panade weglassen  Zu einem Schnitzel gehört eine ordentliche Panade - schön knusprig und kross gebacken sollte sie sein. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass sich die Semmelbrösel beim Braten regelrecht mit Fett vollsaugen. Wer Kalorien einsparen möchte, lässt die Panade weg und brät das Fleisch mit Öl, Salz und Pfeffer in der Pfanne an. Gleiches gilt für Fischfilets. Pro Portion lassen sich so im Schnitt 50 Kilokalorien einsparen.

Tipp 1: Panade weglassen

Zu einem Schnitzel gehört eine ordentliche Panade - schön knusprig und kross gebacken sollte sie sein. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass sich die Semmelbrösel beim Braten regelrecht mit Fett vollsaugen. Wer Kalorien einsparen möchte, lässt die Panade weg und brät das Fleisch mit Öl, Salz und Pfeffer in der Pfanne an. Gleiches gilt für Fischfilets. Pro Portion lassen sich so im Schnitt 50 Kilokalorien einsparen.


Alter ab 65

Blick auf die Waage

Auch jenseits der 65 kann man starkes Übergewicht in den Griff bekommen. Wichtig dabei ist, den Arzt in das Vorhaben einzuweihen. Es könnte sein, dass mit den schwindenden Kilos einige Medikamente neu dosiert werden müssen.

Den Geist fordern

Der Mensch braucht Aufgaben, die ihn erfüllen und aus der Langeweile herausreißen. Das kann eine neue Sprache sein, ein Studium oder ein Ehrenamt. Besonders wichtig ist der intensive Kontakt zu anderen Menschen.

Knochen stärken

Lebensmittel wie Brokkoli, Mandeln, Milch und Käse decken den Kalziumbedarf des Körpers auch im Alter; viel Sonnenlicht versorgt ihn mit Vitamin D. Genauso wichtig ist Sport. Egal, ob Tanzen, Joggen, Walken oder Krafttraining, Hauptsache, Muskelkraft und Koordination werden trainiert.

Kontrolle übers Likörchen

Frauen sollten nicht mehr als zwölf Gramm Alkohol pro Tag zu sich nehmen, bei Männern liegt die kritische Grenze bei 24 Gramm. Zum Vergleich: Ein 0,25 l Glas Bier enthält etwa 10 Gramm Alkohol. Ein kleines Glas Wein (0,125 l) rund 11 Gramm.

Alter ab 85

Stärke gegen Stürze

Der wichtigste Schutz liegt in der Bewegung. Alte Menschen können ihre Kraft trainieren, ohne Höchstleistungen zu vollbringen, etwa im Sitzen und Liegen, mit Bällen oder Hanteln. Zudem sollten sie vorsichtig mit Schlafmitteln umgehen, weil die tagsüber müde und unkonzentriert machen können.

Untergewicht vorbeugen

Alte Menschen verlieren oft zu schnell zu viel Gewicht. Milch mit hohem Fettanteil, fetter Käse und Fisch liefern Energie. Der Vitamin-D-Bedarf lässt sich in dieser Lebensphase manchmal nur mit Nahrungsergänzungsmitteln decken.

Alle Pillen im Blick

Einmal im Jahr sollte man alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Spritzen und Salben dem Hausarzt zeigen. So kann er sehen, welche Mittel problematisch sind. Einen Überblick über bedenkliche Medikamente bietet die Priscus-Liste.

Schutz vor Demenz

Forscher glauben, dass sich ein Drittel der Demenzerkrankungen vermeiden ließe – durch Sport, gesunde Ernährung, Bildung, wenig Alkohol, Verzicht auf Zigaretten.

Hammock ist Sport in der Hängematte


Nicole Simon

Wissenscommunity