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Acrylamid: Schärfere EU-Richtlinie: Gibt es bald keine knusprigen Pommes mehr?

Werden Pommes frites lange frittiert, bildet sich ein als krebserregend geltender Stoff namens Acrylamid. Das weiß man nicht erst seit gestern. Neu ist allerdings, dass die EU nun mit größerer Härte durchgreifen will und dabei nicht nur den Pommes den Biss nimmt.

Krebserregender Stoff Acrylamid in Pommes frites

Je besser die Pommes schmecken, desto mehr Acrylamid dürfte drin sein. Leider, leider.

Picture Alliance / DPA

Pommes frites sind nur dann richtig gut, wenn sie knusprig und goldbraun frittiert sind. Den Anspruch an ein gesundes Mahl haben wir dann natürlich schon aufgegeben, aber soweit, dass wir dafür auch Krebs riskieren? Eher nicht. 

Weil die EU das auch so sieht, hat sie die Richtlinien nun verschärft, um den als krebserregend geltenden Stoff Acrylamid so weit wie möglich aus unserem Essen zu verbannen. Lebensmittelhersteller sowie Restaurants und Imbissbetriebe müssen von diesem Mittwoch an neue EU-Regeln zur Eindämmung des Stoffes einhalten. Die Vorgaben sehen unter anderem vor, ein übermäßiges Frittieren von Pommes frites zu vermeiden und Brot möglichst hell zu backen. Zudem müssen Produkte künftig bereits so hergestellt werden, dass bei ihrer Zubereitung so wenig Acrylamid wie möglich entstehen kann.

Wieso enthalten Pommes frites Acrylamid?

Acrylamid bildet sich unter hohen Temperaturen beim Rösten, Backen, Braten oder Frittieren von stärkehaltigen Lebensmitteln aus der Aminosäure Asparagin und aus Zuckern. Betroffen sind vor allem Produkte auf Kartoffel- oder Getreidebasis sowie Kaffee.

Die neuen Regeln wurden im vergangenen Jahr beschlossen, weil angemahnte freiwillige Maßnahmen zur Reduzierung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln nicht den erhofften Erfolg gebracht hatten. Ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte zuvor bestätigt, dass Acrylamid in Lebensmitteln das Krebsrisiko für Verbraucher aller Altersgruppen potenziell erhöht. 


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