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Extrem-Kälte in den USA: Von der Kälte- in die Kreislaufkrise: Das machen die brutalen Minuswerte mit der Gesundheit

Nach der Kältewelle klettern die Temperaturen in den USA vielerorts um mehr als 30 Grad Celsius nach oben. Eine Achterbahnfahrt für den Körper, die auf die Gesundheit schlagen kann.  

Brutale Minustemperaturen halten die USA fest im Griff. Behörden fürchten um das Wohl ihrer Bürger. Der Wetterdienst warnt vor Erfrierungen auf ungeschützter Haut innerhalb von Minuten. Es wird sogar empfohlen, tiefe Atemzüge zu vermeiden. Kurzum: Die Lage ist ernst.

Aber nicht mehr lange. Bis Sonntag sollen die Temperaturen vielerorts um mehr als 30 Grad Celsius nach oben klettern und fast 20 Grad Celsius plus erreichen. Eine gute Nachricht, die allerdings auch Probleme mit sich bringt: Viele Amerikaner werden einen starken Kreislauf beweisen müssen.

Starke Wetterschwankungen können Körper stressen

Derartige Temperatur-Achterbahnfahrten schlagen vielen Menschen nicht nur auf die Stimmung, sondern machen sich auch gesundheitlich bemerkbar. Wegen der Temperaturschwankungen sackt bei manchem vorübergehend der Blutdruck ab. "Die Beschwerden entstehen, weil die Blutversorgung des Gehirns kurzzeitig stark sinkt", erklärt der Kardiologe Professor Wolfgang von Scheidt, Leiter der I. Medizinischen Klinik des Klinikums Augsburg, in der "Apotheken Umschau". Das ist kein besorgniserregender und krankhafter Vorgang, sondern eine reine Anpassungsreaktion die automatisch in unserem Körper stattfindet. Sie ist lebenswichtig, aber eben oftmals mit Nebenwirkungen verbunden.

Für den Körper sind extreme Temperaturschwankungen auch extreme Schwerstarbeit. Ist die Körpertemperatur zu gering, sorgt etwa das Kältezittern für Wärmeproduktion. Und wir bekommen kalte Füße und Hände: Blutgefäße verengen sich, die Durchblutung wird eingeschränkt - um so die Temperatur von lebenswichtigen Organen zu sichern. Bei Hitze hingegen werden die Blutgefäße weit gestellt, wir schwitzen und geben über die Haut und Schleimhäute Flüssigkeit ab, um zu kühlen. Kurz: Stress pur für den Körper, der sich schnell anpassen muss. "Je intensiver der Wetterwechsel, umso gravierender treten auch die Symptome auf", erläutert Ingo Froböse, Professor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule in Köln, der "Wirtschaftswoche". "So mancher Organismus ist dann überfordert". Die Folge: der Kreislauf spielt verrückt und uns wird schwindelig. Der Experte meint allerdings auch: Wie empfindlich wir auf das Wetter reagieren, hängt maßgeblich vom Gesundheitszustand und der Anpassungsfähigkeit des Organismus ab. 
Quellen: "Wirtschaftswoche", "Apotheken Umschau"

fs

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