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Kuriose Folgen der Kältewelle: In den USA ist es dermaßen kalt, dass ...

Bis zu minus 40 Grad Celsius ist es in Teilen der USA. Schulen bleiben geschlossen, Flüge und Züge fallen aus. In einigen Regionen führ die extreme Kälte aber auch zu sehr kuriosen Maßnahmen.

Das Ufer des Sees in Chicago ist zugefroren

Auch in Chicago ist die Kältewelle zu spüren und zu sehen: Das Ufer des Sees ist zugefroren

DPA

Eine historische Kältewelle schwappt über die USA. In Teilen des Mittleren Westens werden fast minus 40 Grad Celsius gemessen. Mancherorts ist es kälter als in der Antarktis. Der Nationale Wetterdienst (NWS), Ärzte und Nothelfer warnten vor "lebensbedrohlichen" Bedingungen. Mindestens drei Bundesstaaten riefen den Katastrophenfall aus.

Natürlich hat die Kältewelle die üblichen Konsequenzen. Schulen bleiben geschlossen, Flüge und Züge fallen aus, Ortschaften werden eingeschneit. In einigen Regionen führen die eisigen Temperaturen aber auch zu kuriosen Maßnahmen. Eine Auswahl.

Brennende Bahngleise gegen Extrem-Wetter

In der Millionenmetropole Chicago etwa ist es dieser Tage besonders kalt. Damit der Zugverkehr aber nicht darunter leiden muss, wird der Betreiber kreativ: Er zündet die Bahngleise kurzerhand an. Unter den Fotos davon auf Instagram erklärte Metarail auch gleich, warum. Die Maßnahme hat zwei Gründe: Zum einen sollen die Schienen so von hartnäckigem Eis und Frost befreit werden. Zum anderen verbiegt die extreme Kälte einige Gleise derart, dass sie auseinandergehen. In Brand gesteckt können die Teile dann wieder zusammengeschoben werden. Die Bahnschienen sind übrigens nicht das einzige, was in Chicago qualmt. Weil das Wasser im Chicago River derzeit wärmer als die Luft ist, bildet sich teilweise dichter Nebel an seiner Oberfläche. 

Bier kann teilweise nicht mehr geliefert werden

Wie CNN berichtet, haben zahlreiche Bier-Lieferanten im Mittleren Westen der USA so ihre Probleme mit der Kälte. Demnach ist es selbst in den Trucks der Lieferanten derart kalt, dass das Bier gefriert, bevor es an seinen Bestimmungsort gebracht werden kann. "Die meisten" in seiner Region hätten die Lieferungen wegen des Wetters eingestellt, wird der Präsident des Minnesota Bierverbandes zitiert. "Ein paar Lieferanten haben beheizte Trucks, aber viele sind es nicht. Normalerweise braucht man keine beheizten Trucks."

Der Apotheker auf dem Schneemobil

Im US-Bundesstaat Michigan hatte ein Apotheker einen recht außergewöhnlichen Einfall, wie er seine eingeschneiten Kunden erreichen könnte. Schließlich sind die auch bei Wind und Wetter auf ihre Medizin angewiesen. Kurzerhand schwang sich der Mann auf sein Schneemobil, wie unter anderem CNN berichtet. "Medikamente gegen Bluthochdruck oder Diabetes sollte man nicht einfach absetzen. Die müssen nun einmal durchgehend genommen werden", wird der Mann zitiert.

Kochendes Wasser gefriert in der Luft

Fallen die Temperaturen irgendwo auf der Welt derart unter Null, machen sich viele einen Spaß daraus, kochendes Wasser in die Luft zu werfen und es in der Luft gefrieren zu lassen. So geschieht es aktuell auch in den USA, wie zahlreiche Videos in den sozialen Medien belegen. Zudem dokumentieren Nutzer, wie zahlreiche Brause- und Bierdosen bei den frostigen Temperaturen explodieren.

Türknäufe gefrieren von innen

Ebenfalls in den sozialen Netzwerken kursieren Fotos von Türknäufen und -klinken, die gefroren sind – allerdings nicht von außen, sondern von innen. Metall leitet eben und bringt die Kälte so auch ins Haus.

 

Quellen: CNN / CNN / CNN / USA Today / USA Today

fin