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Foodwatch kürt "Goldenen Windbeutel": Karies-Kekse und Palmöl-Müsli: Sind das die dreistesten Werbelügen des Jahres?

Kinderkekse, die zu einem Viertel aus Zucker bestehen, oder Ochsenschwanzsuppe ohne Ochsenschwanz: Die Verbraucherschützer von Foodwatch vergeben den "Goldenen Windbeutel" für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Stimmen Sie ab!

Nominiert ist: "Alete: Kinderkeks"    "Babygerecht" seien die Kinderkekse und ab dem achten Monat "zum Knabberlernen" geeignet, wirbt Hersteller Alete auf der Verpackung. Dem widerspricht Foodwatch: "Mit 25 Prozent Zuckeranteil sind die Kinderkekse zuckriger als beispielsweise Leibniz Butterkekse. Sie sind damit alles andere als babygerecht, sondern fördern Karies."

Nominiert ist: "Alete: Kinderkeks"

"Babygerecht" seien die Kinderkekse und ab dem achten Monat "zum Knabberlernen" geeignet, wirbt Hersteller Alete auf der Verpackung. Dem widerspricht Foodwatch: "Mit 25 Prozent Zuckeranteil sind die Kinderkekse zuckriger als beispielsweise Leibniz Butterkekse. Sie sind damit alles andere als babygerecht, sondern fördern Karies."

Ein Müsli aus Chia-Samen, Milch mit extra viel Protein oder babygerechte Knabberkekse: Hersteller preisen ihre Produkte oft als besonders gesund an. Dass Verbraucher diesen Angaben nicht blind vertrauen sollten, zeigen die Verbraucherschützer von Foodwatch bei der Abstimmung zum Negativ-Preis "Der goldene Windbeutel". 

Auf www.foodwatch.de können Verbraucher bis zum 26. November abstimmen, wer den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres erhalten soll. Zur Wahl stehen fünf Produkte, die Verbraucher nach Auffassung von Foodwatch bewusst in die Irre führen.

Kinderkeks mit mächtig Zucker

Nominiert ist dieses Jahr unter anderem der Babynahrungshersteller Alete mit seinen Kinderkeksen. Auf der Packungsvorderseite wirbt das Unternehmen, seine Kinderkekse seien "babygerecht" und für Kinder ab dem achten Monat zum "Knabberlernen" geeignet. "Doch mit 25 Prozent Zuckeranteil sind die Kinderkekse zuckriger als Leibniz Butterkekse", kritisiert Foodwatch. Die Kekse seien daher "alles andere als babygerecht" und würden Karies fördern. Experten, darunter die Weltgesundheitsorganisation WHO, empfehlen für Babys Lebensmittel ohne zugesetzten Zucker.

Auch der Hersteller "Continental Foods" steht dieses Jahr zur Wahl für den Negativ-Preis. Aus seinem Haus stammt eine Dosensuppe, die - schenkt man der Bezeichnung auf dem Etikett Glauben - Ochsenschwanz enthält. Doch eben jene Zutat suche man in der Suppe vergeblich, stellt Foodwatch hierzu fest. In einer Stellungnahme erklärt das Unternehmen, es sei "aus Qualitätsgründen" auf diese Zutat verzichtet worden.

Wahl zum "Goldenen Windbeutel": Milch-Schnitte sicherte sich 2011 den ersten Platz

Ebenfalls nominiert sind das "Urlegenden Müsli Quinoa, Apfel, Cranberries & Chia-Samen" von Kellogg's, der "Protein Drink Vanille" von Bauer und das "Becel Omega-3 Pflanzenöl" von Unilever. Warum diese drei Produkte von Foodwatch kritisiert werden, können Sie in unserer Fotostrecke nachlesen.

Der Schmäh-Preis wird dieses Jahr zum siebten Mal vergeben. Der Hersteller des Produkts mit den meisten Stimmen soll den Negativpreis am Firmensitz erhalten. Preisträger des "Goldenen Windbeutels" waren in den vergangenen Jahren unter anderem der Trinkjoghurt Actimel von Danone (2009), die Milch-Schnitte von Ferrero (2011) und ein Instant-Tee für Kinder von Hipp (2012).



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