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Vermeintliches Superfood So gesund ist Matcha-Tee wirklich

Quinoa, Açai, Goji-Beeren, Matcha-Tee und Co. gelten gemeinhin als "Superfood"! Doch werden die sagenhaften Lebensmittel ihrem Ruf gerecht? Matcha-Tee hält gesund? Auch das ist so nicht belegt. Der zu feinstem Pulver vermahlene Grüntee ist zum teuren Trendgetränk geworden. 30 Gramm kosten bis zu 50 Euro. Das Getränk soll antibakteriell und entzündungshemmend wirken, Alzheimer vorbeugen und Krebs bekämpfen. Doch zu all diesen Wirkungen gibt es keine Studien speziell für den Matcha-Tee, wohl aber für den billigeren, aus der gleichen Pflanze gewonnenen grünen Tee. Die auf medizinische Analysen spezialisierte internationale Cochrane Collaboration kommt zum Schluss, dass Grüntee Cholesterinwerte und Blutdruck senkt, er könnte also Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfällen vorbeugen. Auch gibt es unsichere Hinweise, dass grüner Tee Krebserkrankungen vorbeugt. Demnach ließe sich schlussfolgern, jeden Tag ein Kännchen könnte zumindest nicht schaden. Doch leider finden sich bei chemischen Untersuchungen dieser Tees oft Pestizide, Mineralölrückstände und andere Schadstoffe. So bewertete die Stiftung Warentest im vergangenen Jahr 14 von 25 Grüntee-Sorten als stark oder sehr stark belastet – darunter ein Matcha-Tee mit Biosiegel. Bei all dem Hype um die angeblichen Super-Lebensmittel - vielleicht das nächste Mal einfach zur guten alten Butterstulle greifen.
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Matcha-Tee gilt gemeinhin als Superfood. Der zu feinstem Pulver vermahlene Grüntee ist zum teuren Trendgetränk geworden. Doch wird das sagenhafte Lebensmittel seinem Ruf gerecht?

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