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Genforschung: Gen-Kartoffel gegen Krebs

Forscher wollen aus genetisch veränderten Kartoffeln einen Impfstoff gegen Gebährmutterhalskrebs gewinnen

Gentechnisch veränderte Kartoffeln könnten bei der Krebsvorsorge eingesetzt werden. Forscher am Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) haben mit Hilfe der Gen-Kartoffeln Eiweiße von Virenhüllen hergestellt. Diese könnten als die Grundlage für einen Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs dienen, erklärte Sophia Biemelt, Leiterin der Arbeitsgruppe Molekulare Entwicklungsphysiologie. Gebärmutterhalskrebs wird zu einem Großteil von Viren hervorgerufen.

Zunächst produziere das zusätzliche Gen in der Kartoffel eine Virushülle, die dem Körper ein echtes Virus vortäusche. Der Körper reagiere dann mit einer Immunantwort. Antikörper gegen die Viren wurden im Blut von Versuchsmäusen bereits nachgewiesen. Die Forscher haben noch nicht bewiesen, dass damit wirklich Krebs verhindert werden kann. Sie wollen jetzt weitere Pflanzen testen, beispielsweise Tomaten.

DPA
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